Durch den Odenwald (Teil 2)

41.-52. Tag: Walluf a.R. -> Pforzheim


49. Tag: Oberdingen

8.6.16: 25km zum Gasthof Ölmühle

Übernachtung: Gasthof Ölmühle bei Oberdingen

Babygeschrei reißt mich sehr früh aus dem Schlaf. Stehe ich halt auf. Duschen, in aller Ruhe frühstücken, Rucksack packen. Es beginnt Routine zu werden.

Das Zelt bleibt bis zum Schluss stehen, damit es ganz trocknen ist, wenn ich es einpacke.
Der Weg führt mich über sanfte Hügel, Wald gibt es nur noch wenig. Der Odenwald liegt endgültig hinter mir.

Heute ist es nicht mehr so warm wie gestern, aber schön sonnig.
Ich komme durch Menzingen, dort geht es über den Stadtbahnwanderweg nach Odenheim. Ich hatte damit gerechnet, in einem Supermarkt Proviant aufnehmen zu können, aber es gibt liegt keiner auf meinem Weg. Auch kein Bäcker, einfach nichts.
Notgedrungen kaufe ich in einer Tankstelle ein Magnum-Eis, außer kalten Getränken und süßen Snacks haben sie nichts. In Deutschland wird es offenbar schwerer mit der ländlichen Versorgung.
Ohne Auto geht hier nichts.

Ich setze mich auf eine Bank, knacke genüßlich das Magnum und denke an die Fernsehwerbung. Mir fällt auf, dass die Bank direkt vor einer Bäckerei steht. Sie ist klein und unscheinbar und hat kein Schaufenster. Deshalb habe ich sie übersehen. Sie hat geschlossen, denn es ist Mittagspause, wie in dieser Region allgemein üblich Zwischen 12 bis 15 Uhr geht nichts. Und Montag auch nicht, da haben alle Ruhetag.

Das macht die Versorgung beim Wandern nicht einfach.

Ich werfe einen Blick auf die Wanderkarte und entdecke ein Zeichen, dass für ein Wanderheim steht. Das interessiert mich. Ich kann mehrerer dieser Symbole auf der Karte entlang meines weiteren Wegs entdecken.

Ich passe also meine Tour an, es liegt nur ein paar Kilometer weiter im Wald.

Doch ich werde enttäuscht, denn es hat geschlossen, ist überhaupt nur Sonntags für Wandergruppen geöffnet, wie ein Schild informiert. Es ist also keine preiswerte Alternative bei Regen zum Campingplatz, wie ich erhofft hatte. Schade.

Also weiter. Es geht jetzt auf engem Weg nach Kürnbach. Wieder einmal bin ich überrascht, welch kleine Pfade Else Komoot kennt! Das Gras steht hoch und müsste gemäht werden. Aber der viele Regen hindert vielleicht denjenigen, der für diesen Wegabschnitt zuständig ist. So wird ein Zeckenwege draus. Aber da bin ich schon sorgloser geworden und lasse meine nackten Beine an hohen Grashalmen vorbeistreifen, denke wenig an die blutrünstigen Zecken, die nur darauf lauern, auf meine Beine zu springen. Denn ich habe vorgesorgt, jeden morgen Kokosöl auf Arme und Beine verteilt. Es war ein guter Tipp einer Pferdeliebhaberin, die ihrem Pferd Hufe und Beine damit einreibt. Die Zecken sollen den Geruch nicht mögen und ich hoffe inständig, dass es stimmt. Bisher hat noch keine Zecke angebissen.

Nun ist es nicht mehr sehr weit bis zur Ölmühle, die heute meine Unterkunft sein soll.
Im Osten braut sich ein weiteres Unwetter zusammen. Zunächst sind es nur dunkle Wolken, die sich schnell zu bedrohlicher Größe auftürmen und pechschwarz werden. Ist da nicht eine Windhose zu sehen? Ich beschleunige meine Schritte, denn in dieses Unwetter möchte ich nicht geraten.

Ein klapperiges, altes Auto überholt mich. Kaum ist es an mir vorbei, da stoppt es abrupt, der Fahrer verrenkt seinen Kopf, während er aus der Seitenscheibe zu mir rüberschaut. Nach einer Weile kurbelt das Fenster herunter.

"Wills´t mit?" fragt er. "Wegen de Unwedde".

"Ja". Ich schmeiße Kumpel schnell auf den Rücksitz.

"Danke". Ich bin echt froh, auch wenn ich jetzt ein paar hundert Meter Deutschland unter meinen Wanderstiefeln fehlen. Ist mir egal in diesem Moment.
Schon an der nächsten Kreuzung läßt er Kumpel und mich raus.
"Do isses", meint der Fahrer, dann tuckert er weiter.
Ich nehme die Füße in die Hand und sehe zu, dass ich zur Ölmühle komme, denn es beginnt zu regnen.

Das alte Gemäuer, das die Ölmühle sein soll, sieht schon etwas herunter gekommen aus. Ich hatte mir etwas anderes vorgestellt und ich ob des ersten Eindrucks bin ein wenig enttäuscht.
In einem Gartenhäuschen sitzt der Gastwirt mit seiner Frau. Sie sehen fern.
"Ah, do isch de Wanderer", begrüßt er mich und zeigt mir sofort, ohne viel mehr zu sagen, mein Zimmer.
"Bekomme ich noch etwas zu essen?", frage ich besorgt, denn hier ist überhaupt nichts los und anscheinend bin ich der einzige Gast.
"Ah, scho. Sie mögen sicher Schnitzel mit Pommes?" Das war keine Frage.
"Klingt gut", meine ich. Hauptsache Essen, denke ich.
"I klopf' dann", meint er schon im Gehen.

Der sucht nicht den Kontakt zu seinen Gästen, denke ich, während ich auspacke.
Doch tatsächlich klopft es um 19:30 an meiner Zimmertür. 

Der Wirt steht draußen.
"Dos Esse steht auf de' Tisch. Macht 54,90€ für Übernachtung, Esse' und Frühstück. Geht bar? Un' eine Rechnung brauschte net, odde?"
"Lassen Sie mich erst einmal essen. Es wird doch kalt."
Ich merke, das passt ihm nicht. Er zieht wortlos ab.

50. Tag: Maulbronn

9.6.16: 12km ein kurzer Weg zum Weltkulturerbe Kloster Maulbronn

Übernachtung: Pension StuttgART36

Während es draußen ungeheuer viel geregnet haben muss, habe ich in der ungastlichen Unterkunft herrlich geschlafen.

Um 7:30 klappert es draußen, das Frühstück wird wohl gerichtet. Zu sehen bekomme ich niemanden und als ich meine Zimmertür öffne, liegt der Frühstücksraum verlassen vor mir, eine Neonröhre am Fenster beleuchtet den Raum mit kaltem Licht.
Hungrig mache ich mich über das karge Frühstück her. Den vereinbarten Lohn lege ich einfach auf den Tisch, packe meine Sachen, schultere Kumpel und gehe wortlos. So möchte es der Wirt wohl auch haben. Mir scheint, er sucht keinen Kontakt zu seinen Gästen.

Es ist bewölkt und kühl. Der Weg ist matschig und die Wanderstiefel bald über und über mit Dreck bedeckt.
Kurz vor Freudenstein trete ich aus dem Wald. Vor mir liegen Weinberge, durch die ein schmaler Steig nach unten führt. Hier soll es langgehen, meint Else Komoot, doch vorher muss ich noch eine Straße überqueren. Sie ist mit heruntergeschwemmter Tonerde bedeckt, durch die ich waten muss. Die nasse, schwere Erde reicht bis zur den Stiefelschäften. Ich frage mich gerade, ob ich meine Schuhe wohl je wieder sauber bekomme, da höre ich eine weibliche Stimme hinter mir:

"Da würd' ich nich lang gehe", wegge de Zegge."
Da hat sie wohl recht, denn das Gras, das auf dem abschüssigen Steigs wächst, würde mir bis zur Hüfte reichen.
Wo ich denn langgehen könne, frage ich sie und so wir kommen ins Gespräch.

Eine Dogge neben ihr und wartet ungeduldig, sie möchte weiter. Doch die Frau erzählt mir in aller Ruhe aus ihrem Leben. Sportlich schaut sie aus und wie sie erzählt, ist sie es wohl auch. Fährt mit dem Rad lange Touren, macht Kickboxen. Sie muss in meinem Alter sein und ihre Sportlichkeit beeindruckt mich sehr. Doch dann driftet sie ab in das derzeit so aktuelle und unerfreuliche Thema <Ausländer>, steigert sich zunehmend hinein. Anscheinend gibt es auch hier ein Thema mit Flüchtlingen. Zumindest in den Köpfen mancher Menschen.
Ich versuche, freundlich zu bleiben und verabschiede mich unter dem Vorwand, dass mir kalt wird.

Der Weg führt durch die Weinberg, für den Umweg werde ich mit einem schönen Ausblick belohnt.

Kaum bin ich im Tal in Freudenstein, geht es auch wieder steil bergauf. Wieder ist der Weg reich an Höhenmetern, die es in die eine oder andere Richtung zu überwinden gilt.
Bald erreiche ich Maulbronn, es ist noch früh, denn der Weg bis hierhin war nicht weit.

Am Nachmittag ist Zeit, die Klosteranlage Maulbronn zu besichtigen.
Doch jetzt mache ich ausgiebig Rast, hole den Kocher hervor und braue mir einen heißen Instant-Kaffee. Ich muss kurz an Dannee denken und ihre Meinung über meinen Kaffee: "Schwarz und heiß und schmeckt wie Sch...".
Im Internet finde ich die Pension StuttgART36. Eine schön gemachte Site verführt mich zu einem Anruft und schon habe ich ein Zimmer für die Nacht. Wie schön.

Kurz darauf checke ich in der Pension ein. Ein stilsicher restauriertes, altes Gebäude, dass die Eigentürmer liebevoll betreiben.
Ohne Kumpel erkunde ich bald das UNESCO-Weltkulturerbe <Kloster Maulbronn>. Es gibt viel zu sehen, jeder Blick offenbart Interessantes. Die alten Klostermauern beherbergen auch ein Internat, und das bereits seit mehreren hundert Jahren in ununterbrochen Folge. Ansonsten hat das Kloster eine wechselhafte Geschichte.
Ich bin erstaunt, wie wenige Touristen hier unterwegs sind. Dabei haben wir das herrlichstes Wetter. 

Lustwandeln macht Hunger.

Am Klosterplatz liegt das Restaurant <Zur Klosterkatz>. Ich lasse mich draußen in der Sonne nieder und bestelle Pizza Tonno und vorab und ganz schnell ein großes, dunkles und süffiges Klosterbier. Oh, das schmeckt so gut, dass gleich noch ein Zweites her muss.

Wenn man alleine unterwegs ist, hat man auch mußevolle Zeit und kann in Ruhe beobachten. Das tue ich ausgiebig, während ich auf mein Essen warte.
So sitzt am Nebentisch ein älterer Mann in weiblicher Begleitung. Seinen dicken Bauch trägt er mit Würde und bestellt die Speisekarte gerade rauf und runter. Nebenbei unterhält er seine weibliche Begleitung königlich mit klugen Sprüchen. Sie turteln und geben sich Küsschen. Süß.

Zwei Tische weiter: ein alter Herr - sehr entspannt, Typ weiser Gesitlicher oder Lehrer im Internat. In der Hand eine Zigarre, an der er gelegentlich genüsslich zieht. Er macht auf mich den Eindruck eines weisen Geistlichen. Ihm gegenüber: ein junger Mann - sehr aufrechte Haltung, angespannt. Seine Hände in ständiger Bewegung, währenddessen er sein Gegenüber nicht aus den Augen lässt.

Auf der anderen Seite: eine amerikanische Großfamilie. Die junge Mutter genießt entspannt ihre Pommes, während ein junger Mann den Alleinunterhalter für die zahlreichen Kinder spielt. Erst spielt er mit ihnen Verstecken, dann Fassen kriegen, dann Fußball. Die Kinder wollen ständig etwas anderes. Schließlich setzt er sich und stibitzt von allen Tellern übrig gebliebenen Pommes. Ein Junge - vielleicht sechszehn - läßt seine Knie pausenlos auf und ab hämmern. Seine Mundwinkel sind nach ganz unten gezogen.B eim Fußball hat aber auch er seinen Spaß und gibt ordentliche Pässe.

Dann verschwindet die Sonne vom Klosterplatz und es wird rasch kühl. Ich verschwinde auch, mir ist jetzt nach Ruhe.

Den Abend beschließe ich mit Fernsehen. Wild Wild West mit Will Smith ist heute genau das Richtige für mich. Leichtigkeit des Seins.

51. Tag: Pforzheim-Niefern

10.6.16: 18km. Eppinger Linie und Enz

Übernachtung: Best Western Niefern

Das Frühstücksbuffet ist liebevoll angerichteten, so dass ich lange bleibe. Erst spät checke ich aus, um heute auf die letzte Tour der Odenwald-Etappe zu gehen.
Kumpel freut sich, wieder an meinem Rücken zu hängen. Ich freue mich nicht so sehr, denn ich bin es, der ihn gleich wieder bergauf schleppen muss. Es geht quer über einen Schulhof im neuen Teil Maulbronns, gerade ist Pause: Schülerinnen und Schüler schauen mir wortlos nach. In einer Ecke knutscht ein junges Pärchen, sie interessieren sich eh nicht für mich.
Dann umgibt mich wieder der Wald. Der Weg ist trocken, der Regen ist versickert. Durch das Blätterdach blinzelt die Sonne.

Nach fünf Kilometern stoße ich auf den Nachbau einer alten Wehranlage. Hier wird demonstriert, wie Ende des siebzehnten Jahrhunderts die Eppinger Linie verteidigt wurde. Vor mir steht ein 12m hoher Holzturm (Chartaque), der Teil der Verteidigungsanlage war. Ich besteige ihn und bin von dem Ausblick über das weite Tal überwältigt. Der Turm wird durch spitze Pfähle geschützt, die damalige französische Angreifer abwehren sollten.
Kurz darauf stoße ich auf den Eppinger Linien Weg. Es ist zwar ein kleiner Umweg, aber der Pfad sieht sehr interessant aus. Er verläuft auf dem alten Wall, der in zwei Jahren von hierzu verdungenen Bauern geschanzt wurde, links davon ein tiefer Graben. Ein Verhau ineinander verkeilter Baumstämme machte die Verteidigungslinie damals komplett. Das war sehr effizient und ihre abschreckende Wirkung verhinderte eine Eroberung durch die Franzosen im Pfälzischen Erbfolgekrieg, den der alte Sonnenkönig König Ludwig XIV anzettelte. So einfach war das damals noch.

In Mühlacker finde ich endlich einmal wieder einen Supermarkt, wo ich mich mit einer großen Tüte Salat versorge. Nach einem kurzen Gang durch die Fußgängerzone treffe ich auf die Enz. Auf einer ergonomischen Bank direkt an der Enz genieße ich eine sehr entspannende Pause und verdrücke dabei den ganzen Salat. Auch die Enz führt Hochwasser, wie braune Trinkschokolade fließt es träge an mir vorbei.
Als die Sonne hinter den schützenden Blättern hervorlugt, mache ich mich wieder auf den Weg. Auf einer Brücke überquere ich die Enz, der verträumte Weg schlängelt sich direkt am Flusslauf entlang.
Noch einmal treffe ich auf eine Schutzhütte und beschließe spontan, eine Pause zu machen und den letzten Kaffee - schwarz wie Sch.. zu kochen.

Lange sitze ich da und starre gedankenverloren auf die Enz, die weit entfernt hinten im grünen Flußdelta fließt. Ich packe zusammen und schultere Kumpel, der mir heute gar nicht so schwer vorkommt wie sonst.
Endlich packe ich zusammen und gehe weiter. Kumpel kommt mir jetzt gar nicht mehr schwer vor.
Schließlich bin ich am Ziel, noch eine Treppe hoch. Doch sie ist gesperrt, was einen längeren Umweg bedeutet.
Dann sehe ich mein Hotel, dass ich aber erst umrunden muss. Eine breite, dicht befahrene Straße muss noch überquert werden und unglücklicherweise muss ich der Straße auch noch ein Stück folgen, denn einen anderen Weg zum Hotel gibt es hier nicht. Fußgänger sind hier nicht vorgesehen und die PKW und LKW rasen gefährlich dicht an mir vorbei, nehmen wenig Rücksicht.

Doch auch das ist bald geschafft und gleich vergessen.

An der Rezeption des Hotels empfängt man mich freundlich. Ein junger Mann fragt, ob ich mit dem Fahrrad angereist sei. Er hat offenbar nicht so genau hingeschaut, denn mit Kumpel auf dem Rücken würde das nicht gehen.
Das Zimmer im Neubau ist schön und von der nahen Autobahn ist durch die geschlossenen Fenster nichts zu hören.
Luxus pur am letzten Abend. So war es geplant und so bekomme ich es jetzt.
Die Sauna ist leider nur lauwarm, dafür ist der Spargel, den ich anschließend auf der Sonnenterrasse genieße, schön heiß. Heute gibt es alkoholfreiem Hefeweizen dazu.
Die Nachtruhe kommt früh und ist friedvoll. Das erste Spiel der EM 2016 lasse ich sausen.
Bevor ich die Augen schließe, beschäftige ich mich noch ein wenig mit der nächsten Etappe, die mich durch den Schwarzwald führen wird.
Im Moment verspüre ich wenig Lust dazu. Vielleicht verschiebe ich die Tour auf das nächste Jahr. Mal sehen.

52. Tag: Pforzheim Bahnhof

11.6.16: 7km. Dem Etappenziel entgegen

Rückfahrt: Deutsche Bundesbahn. IC über Kassel nach HH

Ein solides Businessfrühstücksbuffet gibt mir die Kraft für das letzte Stück.
Es soll wieder regnen und so will ich nur bis zur nächsten S-Bahnstation spazieren.
Aber die Prognose ist heute falsch, es wird freundlich, fast sonnig. Statt rechts zur S-Bahn abzubliegen, gehe ich einfach weiter geradeaus und gehe die letzten Kilometer bis zum Pforzheimer Bahnhof die Enz entlang.
Der Weg lohnt sich. Es geht weiter entlang der Enz, die sich hier durch gestaltete Parklandschaft schlängelt. Mal führt der Weg links, mal rechts den Fluss entlang. Mehrere Brücken sind zu überqueren.
Kumpel kommt mir heute leicht wie eine Feder vor. Wir haben uns gut aneinander gewöhnt und kommen prima miteinander aus.
Schließlich erreiche ich ein Gaswerk. Eint imposantem Gasometer signalisiert die Stadtgrenze Pforzheims.
Kurz darauf biege ich Richtung Innenstadt ab, dem Bahnhof entgegen. Es erwartet mich wenig ansprechende Nachkriegsarchitektur. Deutschlandflaggen hängen aus vielen Fenstern, denn die EM 2016 ist im vollen Gange.

Da ist der Bahnhof schon. Alt und marode liegt er da, wird aber gerade renoviert.

Die Toiletten sind deshalb zugesperrt. MMhhh. Ich würde jetzt eine brauchen...

Muss warten, bis ich im Zug sitze.
Ein Brötchen und ein Kaffee verkürzen die Wartezeit bis zur Abfahrt des schon lange gebuchten IC. Die Toilette im Zug ist frei, sonst hätte es ein Unglück gegeben...
Danach ist die Rückfahrt nach Hamburg entspannt. Kumpel genießt sie auf einem eigenen Platz. Mancher schaut ihn verwundert an.
Sechs Stunden später läuft der Zug in Hamburg ein. Die Großstadt hat mich mit ihrem Lärm und ihrer hektischen Betriebsamkeit zurück.

Am liebsten würde ich gleich wieder umkehren.