Nördlicher Schwarzwald

Auf dem Westweg von Pforzheim nach Hausach

146 km auf dem Westweg, 6 Tagestouren, 31 Wanderstunden,

14.-20.9.16, Übernachtung in Pensionen


Quelle: Schwarzwald-Tourismus.de (Der Westweg)
Quelle: Schwarzwald-Tourismus.de (Der Westweg)

Auf dieser Etappe folgt der E1 dem Westweg, einem von drei bekannten Höhenwanderwegen, die durch den Schwarzwald führen.

Die E1-Markierungen sucht man jedoch vergebens, denn hier orientiert man sich an der roten Raute des Westwegs. Die Wege sind perfekt ausgeschildert und Karten oder GPS-Navigation bedarf es eigentlich nicht.

Der Westwegs ist gesäumt von zahlreiche Schutzhütten, die sind viel besser ausgestattet sind als die auf dem E1. Einige sind für eine Übernachtung geeignet. Auch Trinkwasser gibt es am Weg genug, Brunnen und Quellen gibt es überall. Manchmal liegt ein Brunnen sogar nahe einer Schutzhütten.

Weil ich Respekt vor den vielen Höhenmetern habe, die es zu überwinden gilt, habe ich nur leichtes Gepäck dabei. Die Dinge, die man für eine Übernachtung im Freien braucht, also Zelt, Isomatte, Schlafsack, Batterien, Solarpack und Verpflegung, bleiben zu Hause. So reduziertsich das Rucksackgewicht gegenüber der Odenwaldetappe um vier auf insgesamt acht Kilogramm. Und das ist sehr angenehm!

Die Unterkünfte habe ich bereits rechtzeitig vorher gebucht. Während der Wanderung stelle ich aber fest, dass dies im September nicht notwendig gewesen wäre. Überall waren noch Zimmer frei.


Bahnverbindung

Mein DB-Ticket habe ich bereits drei Monate vor der Wanderung besorgt. So konnte ich wirklich tolle Sparpreise (in Verbindung mit meiner Bahncard 25) ergattert. Hier war rechtzeitiges Buchen sinnvoll.


Die Etappe im Überblick

6 Tagestouren, 146km, 31 Stunden Wegezeit.

Die Touren im Einzelnen

Die Touren basieren auf den sehr informativen Internet-Seiten von Sven Leverenz. Auf seiner Site gibt es neben Karten zum GPX-Download auch gute Tipps für Unterkünfte.

(E1- Etappe Deutschland -> Schwarzwald)

Der Schwarzwaldverband gibt ähnliche Tourenempfehlungen.


Tag 53/54 (Dienstag, Mittwoch, 14.9.16): Pforzheim -> Dobel

Anreise aus Hamburg mit der Deutschen Bahn: 650 km in 6 Std.

Am Anreisetag ging es noch 5km weiter bis nach Rabeneck.

25km, ca. 6 Std. Wanderzeit, 740m bergauf, 310m bergab

Der Bahnhof von Pforzheim
Der Bahnhof von Pforzheim

Das sagt der Reiseführer:

Am Zusammenfluss der drei Schwarzwaldflüsse Enz, Nagold und Würm liegt die "Goldstadt" Pforzheim, Zentrum der Deutschen Schmuck- und Uhrenindustrie.

Vom Hauptbahnhof geht es durch die Innenstadt, man überquert den Enz und folgt der Nagold durch den Stadtgarten bis zur Wandertafel und zur "Goldenen Pforte". Dort beginnen die drei bekannten Höhenwanderwege des Schwarzwalds:

West-, Mittel- und Ostweg.


Tag 55: (Donnerstag, 15.9.16): Dobel ->Forbach

27km, ca. 6,5 Std. Wanderzeit, 530m bergauf, 920m bergab

Das sagt der Reiseführer:

Die zweite Tour bietet die typischen Landschaften des Nordschwarzwaldes an einem Tag: rauschende Nadelwälder, großartige Aussichten, moorige Bergkuppen und tief eingeschnittene Flusstäler.

Der sanfte Anstieg von Dobel hinauf zum Kaltenborn ist garniert mit zahlreichen Weitsichten, die meistens der Wucht des Orkans Lothar (Weihnachten 1999) zu verdanken sind. Über steile, felsige Pfade geht der Weg vorbei am Latschigfelsen, am Hohloh-Turm und über den Panoramaweg hinab nach Forbach, wo die Tour an der alten Holzbrücke endet.

Tag 56: (Freitag, 16.9.16): Forbach -> Mummelsee

24km, ca. 6,5 Std. Wanderzeit, 1.240m bergauf, 520m bergab

Das sagt der Reiseführer:

Über die Badener Höhe und den Hochkopf stößt der Westweg auf seiner dritten Tour in die höchsten Regionen des Nordschwarzwaldes vor. Der Anstieg von Forbach hinauf zur Schutzhütte Wegscheid geht ordentlich in die Beine. Das Klima wird spürbar rauer, die Berge steiler und die Wege knorriger. Die große Schwarzenbach-Talsperre und der kleine Herrenwieser See liegen am Wegesrand.

350 weitere Höhenmeter machen den langen Anstieg aus dem Murgtal bis auf den ersten "Tausender" perfekt. Kurz vor dem Gipfel lädt eine Bank zum Verweilen ein. Bald darauf lädt der weithin sichtbare Friedrichsturm zu einer Besteigung ein.

Der Weg kreuzt zwei kleine Skigebiete, um sich dann hinauf zum mächtigen Fernsehturm auf dem Hochplateau Hornisgrinde, dem höchsten Berg im Nordschwarzwald, zu winden. Von dort kann man ins 1.000m tiefer gelegene Rheintal blicken, bei gutem Wetter auch bis nach Frankreich.

Kurz darauf geht es recht steil hinab zum mystischen Mummelsee.

Der Westweg in hier in Topform!

Tag 57: (Samstag, 17.9.16): Mummelsee-> Zuflucht

19km, ca. 4,5 Std. Wanderzeit, 370m bergauf, 440m bergab

Das sagt der Reiseführer:

Auf der vierten Tour geht es zunächst über die kahlen Hänge des Altsteigerkopfs, bald schon lädt die Darmstätter Hütte zur Einkehr ein. Einen Kilometer weiter leuchtet tief im Bannwald der Wildsee. Den ganzen Tag bleibt man auf fast 1.000m Höhe und genießt die vielen weiten Blicke westwärts durch Schneisen, die Sturm Lothar gerissen hat. Auf dem Panorama-Höhenweg geht es immer weiter.

Tag 58: (Sonntag, 18.9.16): Zuflucht-> Hark

21km, ca. 5 Std. Wanderzeit, 350m bergauf, 600m bergab

Das sagt der Reiseführer:

Wald, Wald, Wald auf der fünften Tour. Von der Zufucht bis zum Harkhof erstreckt sich ein einsamer bewaldeter Bergrücken. Der Westweg wechselt auf die Südseite des Kamms und erst an der Lichtung bei der Harkhöhe verläßt er den Wald wieder. Im Gasthaus Hark, weitab aller Orte und Straßen kann ein Schwarzwälder Abend in aller Ruhe in der guten Stube ausklingen.

Tag 59: (Montag, 19.9.16): Hark -> Hausach (16km)

16km, ca. 4 Std. Wanderzeit, 300m bergauf, 750m bergab

Das sagt der Reiseführer:

Die sechste Tour stößt tief bis in die Mitte des Schwarzwaldes vor. Weiter geht es - mal rechts, mal links entlang des Kammverlauf. Kurz vor dem Ende der Tour geht es den Spitzfelsen hinauf. Der Blick vom Gipfelkreuz hinunter ins nahe Hausach entschädigt für die Mühe des Aufstiegs. Enge Spitzkehren leiten am Waldrand hinab zur Kinzig, von wo es über den Kinzigsteig nur noch wenige Meter zum Kinzigtal-Tor sind.

Das Tor signalisiert das vorläufige Ende meiner Reise längs durch Deutschland.

Tag 60: Rückreise (Dienstag, 20.9.16) Hausach -> HH

kurzer Weg zum Bahnhof.

730 Bahn-Kilometer zurück nach Hamburg, 6 Std.

Wanderbekanntschaften


Was ich auf der Etappe erlebte

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Meine Wandererlebnisse im nördlichen Schwarzwald
Diese Etappe war anders als die anderen. Der Westweg wird mehr begangen als der E1 und so hat sich auf dieser Strecke nach und nach eine Wandergruppe gebildet. So gab es einige gemütliche Abende. Die Strecke war toll und hat viel geboten. Der Westweg ist sehr zu empfehlen.
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Meine Übernachtungsliste
meine Unterkünfte hatte ich rechtzeitig vorher gebucht. Teilweise sind es Empfehlungen von Sven Leverenz, dem ich an dieser Stelle herzlich danke. Alle Hotels, Pensionen und die DJH hatten noch ausreichend Zimmer für eine spontane Buchung. Der September ist im Schwarzwald bereits Nachsaison.
Pensionen.pdf
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