Ausrüstung 2019 (Schweden)

Für die E1-Wanderung durch Schweden habe ich die Ausrüstung zusammen gestellt nach dem Motto:

wenig - leicht - haltbar

Rucksack

mein Deuter ActLite 40+10 begleitet mich seit 2016 auf dem E1
mein Deuter ActLite 40+10 begleitet mich seit 2016 auf dem E1

Rucksack: Deuter Act Lite 40+10, 1.670 g + Regenhaube 100g

Mein Rucksack begleitet mich seit 2016. Er war auf den E1-Touren durch den Odenwald und den Schwarzwald mit dabei, auch in Dänemark. Auf dreiunddreißig Etappen hat er mich klaglos begleitet, war mal leicht, mal schwer bepackt. Ein dufter Kumpel an meiner Seite - und so heißt er auch. Er sieht noch aus wie am ersten Tag, äußere Schäden hat er bisher keine.
12 kg Packgewicht verträgt er gut, wird's schwerer, lastet er trotz ausgezeichnetem Tragegestell und anatomisch geformten Schulterträgern mit Soft-Edge Polstern spürbar auf meinen Schultern und bohrt sich ins Kreuz. Für mich liegt sein maximales Beladungsgewicht bei 16 kg. 
Sein Bauch ist geräumig, ich bekomme alle Sachen gut unter. Die zwei Wasserflaschen finden ihren Platz in den beiden Seitentaschen, die ich beim Gehen leider nicht erreichen kann. Zum Trinken muss ich ihn abnehmen, so gibt es immer mal kleine Gehpausen.
In einer großen Mashtasche kann ich allerlei Krimskrams verstauen, das ist praktisch. Zwei geräumige Deckelfächer bieten Platz für weiteren Kleinkram, hier findet unter anderem die Powerbank, die Akkus und das Erste Hilfe-Set Platz. Der Deckel lässt sich ausfahren, so erweitert sich sein Packvolumen von 40l auf 50l, wenn Proviant für mehrere Tage gebunkert werden muss. In Schweden wird das vorkommen. 
Auf dem Markt ist der Deuter Act Lite mittlerweile schwer zu finden, vermutlich wird er nicht mehr produziert. Eine Alternative von Deuter ist vielleicht der Aircontact Lite 40+10.

TagesrucksackSea To Summit Ultra-Sil Daypack, 72g:

Meine Tourenplanung hat ergeben, dass ich gelegentlich Proviant für sechs bis acht Tage mitführen muss. Dann kann es sein, dass ich Kumpel überfordere. Für diesen Fall nehme ich einen leichten Tagesrucksack mit, der, wenn er nicht gebraucht wird, als Drypack fungieren kann. Er hat 20l Volumen, lässt sich ultraklein verpacken, wenn er nicht gebraucht wird. 

Kleidung

so viel Kleidung wie nötig - so wenig wie möglich
so viel Kleidung wie nötig - so wenig wie möglich

HikingstiefelLowa Ferrox EVO GTX Mid, 910g

Ein leichter, funktionaler Stiefel mit mittelhohem Schaft. Die atmungsaktive GoreTex Membrane wird meine Füße verlässlich trocken halten, wenn es durch sumpfige Abschnitte geht. Die Sohle ist weich und für Waldboden gut geeignet. Den Vorgänger habe ich auf meinen Kurzwanderungen viel getragen, er hat 1.300km geschafft. Auf meinen Fernwanderungen hatte ich bisher den Wanderstiefel Hanwag Canyon Wide an den Füßen, mit dem ich sehr zufrieden bin und schon zwei Mal neu besohlen ließ. Doch er ist aus Vollleder, damit weder regendicht noch geeignet in den sumpfigen Gebieten der schwedischen Wälder.

Update 3.5.19
Trekkingstiefel:
La Sportiva Trango TRK GTX, 1.280g

Im Anschluss an die 4-tägige (90km) Testwanderung auf dem Fördesteig musste ich mir leider eingestehen, dass der Ferrox bei extremeren Beanspruchungen mit schwerem Rucksack (12kg) in der Sohle zu weich war. Auch zeigte sich am Schaft erster Verschleiß. So beschloss ich, auch wenn es vor einer langen Wanderung ein Risiko ist, mich schnell nach einer Alternative umzuschauen. Bei Globetrotter wurde mir von einem Verkäufer, der eine ähnliche Tour gewandert war, wie ich sie nun vorhabe, der Trango TRK empfohlen. Der Stiefel ist für lange Wanderungen in schwierigem Terrain bei schwerem Gepäck konstruiert, vollständig in Synthetik gefertigt mit Goretex-Membran. Ein stabiler Schuh mit fester Sohle bei einem Gewicht von 1.200g. Als Trekkingschuh der Kategorie B (*) wird er sich in Schweden hoffentlich bewähren und meine Füße in den schwedischen Sümpfen trocken halten (sofern es nicht oben rein läuft).. Für's Einlaufen und Probewandern reichte die Zeit nicht mehr.

(*) Kategorie B: Wanderstiefel, die deutlich knöchelhoch und damit genau richtig für anspruchsvolle Touren sind. In B-Schuhen ist auch das Begehen schlechter, oder kaum vorhandener Wege problemlos möglich und auch alpine Touren auf ausgebauten Wegen sind möglich.

Tipps zur Auswahl des "richtigen" Wanderstiefels" bei Bergreif.

TrekkingsstöckeBlack Diamond Trail, 2 Stück, 490g

Bei Wanderungen mit schwererem Gepäck sind sie für mich unverzichtbar. Man kommt mit ihnen schneller und sicherer voran, verteilt die Last auf Beine UND Arme. Unabdingbar sind sie für den Zeltaufbau, denn sie ersetzen die Zeltstangen. Ultraleicht sind die Stöcke nicht, aber stabil und mit Griffen zur Höhenverstellung ausgestattet. Sie begleiten mich seit 2018, seit meinen ersten Stöcken (ein Sonderangebot) die Spitzen abbrachen.

Trekkinghose: Gambsbokk MountainHigh Zippoff, 755g

Dieses strapazierfähige und funktionelle Modell habe ich schon ein paar Jahre. In den Oberschenkeltaschen kann man in innenliegenden Laschen EC- und Kreditkarte, Personalausweis und Bargeld sicher deponieren. Stretcheinsätze im Bund, Oberschenkeln und Knien gewährleisten Beweglichkeit und ansonsten sitzt die Hose perfekt. Gelegentlich ist sie mir beim Wandern zu warm, doch dann kann man die Hosenbeine abzippen, wenn man nicht gerade im hohen Gras unterwegs ist, wo Zecken lauern. Es gibt sie in vielen Größen und vier Farben. Dieses Jahr werde ich mit olive unterwegs sein.

Gürtel: Jack Wolfskin WEBBING BELT WIDE, 110g 

Ein Gürtel aus festem Webband und Aluschnalle, stabil genug, um meine Kamera an ihm zu befestigen.

Hut: Salewo, 80g

Ein Hut sieht zwar bescheuert aus, ist aber ungemein praktisch. Wenn ich ihn bei Sonnenschein trage, brauche ich keine Sonnenbrille und er schützt vor Sonnenbrand im Nacken. Bei Regen kann ich ihn unter der Kaputze anbehalten, so bleibt das Gesicht besser vor Nässe geschützt. Das Teil trocknet schnell. Bei Nichtgebrauch verschwindet es in einer Tasche der Trekkinghose.

Wärmeschutz: Buff, Mütze, Handschuhe: ca. 100g

Abends und nachts kann es in Schweden mitunter kühl werden. Sicherheitshalber nehme ich einen Schlauchschal (Merino), eine leichte Mütze und dünne Handschuhe mit. Im letzten Jahr habe ich die Teile in Schweden im Mai nicht mehr gebraucht. Aber sicher ist sicher.

Trekkingsocken: Falke TK1 Cool, 2x 50g

Ich stehe auf Falke Socken und trage keine anderen. Sie sind langlebig und bequem, gut mit der Hand zu waschen und trocknen relativ schnell. Blasen habe ich in ihnen noch nie bekommen. Für höhere Temperaturen reicht TK1 cool.

Unterhosen: Odlo  Active F-Dry Light Boxer, 2x 50g 

Zwei leichte Boxershorts aus Kunstfasern, die ich im Wechsel trage. Ich habe bereits gute Erfahrungen mit ihnen. Sie haben eine gute Passform, scheuern nicht, sind leicht mit der Hand zu waschen und trocknen schnell. Mehr als zwei Unterhosen braucht man nicht. 

Midlayer: Waveboard, Fleecejacke und -weste, 380g, 290g

Während ich wandere, reicht mir meist ein Shirt, in den Pausen ziehe ich mir aber schnell etwas über. Auch abends brauche ich die Midlayer regelmäßig, manchmal beide übereinander. Die zwei Teile sind bereits uralt und recht schwer, kommen aber immer wieder mit. Die Firma Waveboard stellt Skibekleidung her, die Links zeigen Nachfolgemodelle. Ich würde die Artikel wieder kaufen.

Midlayer: Gamsbokk OutdoorHoodie, 360g

Den Hoodie habe ich schon länger. Er ist aus Merinowolle, im Rückenbereich befindet sich ein atmungsaktiver Cocona – Einsatz, um auch beim Tragen von Rucksäcken einen optimalen Feuchtigkeitstransport zu gewährleisten. In den Schultern sind Luftpolster, die das Tragen des Rucksacks angenehmer machen.

In Kombination mit der Windjacke (s.u.) ist der Hoodie winddicht und bei kühleren Tagen optimal als zweite Schicht.

Shirts: Dilling Langarmshirt, 130g, Gambsbokk Dry-Light, 100g, Gamsbokk Perfect Dry, 90g

Dilling steht für Merinowolle, die sich durch guten Tragekomfort auszeichnet und kaum Gerüche annimmt. Das Langsarmshirt kann ich tagelang tragen, ohne dass es müffelt. Es ist leicht mit der Hand zu waschen, braucht aber ein wenig länger zum Trocknen. Ein Nachteil: Mücken können durch das dünne Material stechen.

Die Shirts von Gambsbokk sind leicht und am Körper sehr enganliegend. Sie sind toll zu tragen, aber aus Polyamide und Polyester und müffelt nach einem Wandertag entsprechend schnell. Dafür ist es nach der Handwäsche extrem schnell trocken. Ich werde sie vermutlich abends anziehen oder an warmen Tagen, wenn das Merinoshirt zu warm sein sollte.

Windjacke: Cumulus Windy Wendy, 50g 

Eine Windjacke ist neu für mich, wurde aber von anderen Wanderern, die in Skandinavien unterwegs waren, empfohlen. Ich probiere es aus, das Teil von Cumulus wiegt ja fast nichts und nimmt so gut wie keinen Platz im Rucksack weg. Es ist überraschend enganliegend und hätte gut eine Nummer größer sein können. Ich denke, ich werde es über dem Shirt, aber unter Hoody, Fleeceweste oder -Jacke tragen. Erste Tests verliefen zufrieden stellend.

Regenschutz: Jacke: Patagonia Torrentshell, 345g   Hose: Berghaus Paclite Pants, 200g 

Regenbekleidung muss bequem und atmungsaktiv sein und vor allem verlässlich vor Regen schützen. Das tun diese zwei Teile. Ich bin schon tagelang mit ihnen durch Dauerregen gewandert, sie hielten (weitgehend) dicht. Bei einer Regenjacke kommt es darauf an, dass ein Rucksack das schützende Material nicht abscheuert. Bei der Regenhose gefällt mir, dass ein Reisverschluss vorhanden ist, der über die ganze Beinlänge reicht. So bekomme ich die Hose schnell an, ohne die Hikingschuhe ausziehen zu müssen. Bei einem akuten Regenguss kann das vorteilhaft sein.
Jacke und Hose sind kompakt verpackbar und nehmen nur wenig Platz im Rucksack ein.

Gamaschen: Salewa Hiking Gaiter Mid120g

Gamaschen habe ich bisher nicht verwendet. In den sumpfigen Gebieten Schwedens verspreche ich mir damit trockene Hosenbeine und Schuhe. Sie sind vielleicht auch ein zusätzlicher Zeckenschutz. Ich werde meine Erfahrung mit den Teilen machen.

Nachtwäsche: Icebreaker Merino 200, Hose, 180g, Shirt LS, 210g

Merinowolle hält warm und nimmt kaum Geruch an. Ich verwende sie als Nachtwäsche, so bleibt der Schlafsack von innen sauber und es ist kuschelig warm. 

Mückenschutz: Cocoon Mosquito Het Net, 18g

In Skandinavien können Mücken und Knots schon mal nerven. Deshalb nehme ich bei der nächsten Wanderung dieses mini kleine Netz mit, dass man bei Bedarf über den Kopf stülpen kann. Man sollte dann einen Hut tragen, sonst ist das Netz nicht weit genug von der Haut entfernt und die kleinen Nervensägen stechen trotzdem.
Einen anderen Mückenschutz verwende ich nicht.

Übernachten

Auf wen am Ende eines langen Wandertages ein kuscheliges Bett wartet, der spart viel Gewicht im Rucksack. Doch wer Übernachtungen unter freien Himmel plant, muss schleppen. Das Übernachtungsequipment macht ca. 20% meines Packgewichtes aus.
Auf wen am Ende eines langen Wandertages ein kuscheliges Bett wartet, der spart viel Gewicht im Rucksack. Doch wer Übernachtungen unter freien Himmel plant, muss schleppen. Das Übernachtungsequipment macht ca. 20% meines Packgewichtes aus.

ZeltTarp Tent Notch , 800g (inkl. Packsack und 6 Heringe)

Das Notch ist ein amerikanisches Ultraleicht Zelt, das mit zwei Trekkingstöcken anstelle von Zeltstangen steht. Ich besitze es seit 2016. Durch sein "partial solid" Innenzelt bin ich im Innern ausreichend windgeschützt. Es ist regendicht und trocknet schnell ab. Es gibt wenig Kondenswasserbildung. Es steht auch bei Starkwind noch stabil, bei Sturm kommt es jedoch an seine Grenzen und braucht dann einen geschützten Platz. Den gibt es in Schwedens Wäldern sicherlich, weniger aber im Fjäll, das ich am Ende der Tour erreichen werde. Ich nehme das Notch trotzdem mit, es wird schon gehen. 
Ein interessantes Video über das Notch bei Eric Normarks auf YouTube.

GroundshieldTyvek, 80g

Ohne Unterlage würde ich mein Notch nicht benutzen, denn der Zeltboden ist dünn. Ich verwende Tyvek, ein papierähnliches Polyethylen, das sich wie Papier anfühlt, aber robust und wasserdicht ist. Dornen haben kaum eine Chance.

UnterlageTLD Schaumstoff Isomatte 3 mm, 120g

Diese dünne Unterlage ist neu für mich. Die Matte mit den Maßen 195 x 49 cm passt genau unter die Luftmatratze und schützt diese so zusammen mit dem Tyvek vor Dornen. Und falls diese doch einmal undicht sein sollte, muss ich nicht auf dem nackten Boden schlafen. Tagsüber dient die Matte als Sitzkissen und beim Auf- und Abbau kann ich Gegenstände darauf ablegen.
Update 3.5.19: die Unterlage hat sich auf der Testwanderung bestens bewährt. Sie gibt mir ein sicheres Gefühl und die Luftmatratze rutscht auf dem glatten Zeltboden nicht mehr hin und her. Bei Pausen ersetzt es mein Sitzkissen. Prima Teil.

LuftmatratzeExped: Isomatte Synmat UL 7M, 475g

Diese ultraleichte und bequeme Luftmatratze habe ich seit 2016. Auf ihr habe ich Nächte bis 0°C ausgehalten. Sie passt genau ins Notch (52cm breit, 183cm lang, 7cm hoch). Ich möchte sie nicht missen. Manche klagen nach einiger Zeit über Delaminierung, bei mir hält sie bisher.

PumpsackSea to Summit: Air Stream, 48g

Vier bis fünf mal wird mit dem 20l Sack Umgebungsluft in die Synmat gepresst. So bleibt sie innen trocken. Tagsüber hüllt der Pumpsack den Schlafsack, Inlet und Bivy wasserdicht ein.

SchlafsackCumulus Dynamic, 500g

Die polnische Firma Cumulus hat sich mit Schlafsäcken einen guten Namen gemacht. Ich verwendete bisher einen 600g leichten Daunenschlafsack (Cumulus Lite Line 300), der mir im Sommer allerdings gelegentlich zu warm wird (Komfort 4°C, Limit 0°C). In Schweden werde ich den Dynamic (ohne Reißverschluss) mitnehmen. Es ist ein leichter Kunstfaserschlafsack (Komfort +8°C, Limit 3°C), der auch einmal feucht werden kann. Ich hoffe, dass es eine gute Wahl ist. 
Update 3.5.19: auf der Testwanderung herrschten nachts 4°C. Der Dynamic hat in Kombination mit Liner und Bivy ausreichend warm gehalten (zur Merinounterwäsche kam noch die Fleecejacke). Mein Eindruck: der Bivy hat's gebracht.

InletCumulus Liner GL Wide, 80g

Ein Inlet ist neu für mich. Es soll den Schlafsack schonen und kann auch als Hüttenschlafsack dienen. Im leichten Dynamic wird das Liner als weitere Isolierschicht wirken, so hoffe ich jedenfalls. Es ist - wie der Schlafsack - aus ultraleichtem Pertex Quantum hergestellt.

BivyCumulus Ultralight Bivy, 140g

Das leichte Bivy will ich in feuchten Nächten einsetzen, damit der Schlafsack trocken bleibt. Im Shelter fühle ich mich hoffentlich etwas geschützter und im Zelt soll es Kondenswasser vom Schlafsack fernhalten und vor eventuell eindringendes Regenwasser schützen. Als dritte Isolationsschicht hilft die Hülle in kalten Nächten auch.

Kopfkissen: Cocoon, 120g

Ein Kleidersack, der von innen gummiert und von außen kuschelig ist. Oder umgekehrt. Darin verstaut sind die Wechselsachen. Damit hat das gemütliche Kopfkissen eine Doppelfunktion und ist nicht nur purer Luxus. Tagsüber wird das Kopfkissen zum Wäschesack. Prima Doppelfunktion, wenn auch etwas zu schwer.

Kochen

meine Kochutensilien dienen vor allem dazu, Wasser zu erhitzen
meine Kochutensilien dienen vor allem dazu, Wasser zu erhitzen

Auf Fernwanderungen geht es mir in erster Linie darum, Wasser für Kaffee, Tee, Porridge oder einfache Mahlzeiten zu erhitzen. Den größeren Teil der Nahrung - Snacks, Nüsse, Trockenfrüchte - genieße ich kalt.

Dementsprechend einfach fällt mein Kochgeschirr aus. Es macht nur 15% des Gesamtrucksackgewichts aus.

GaskocherSOTO Amicus, 86g

Der kleine, unkomplizierte Gasbrenner leistet 3.000 Watt und ist sparsam im Gasverbrauch. Er passt für Gaskartuschen mit europäischem Schraubverschluss (z.B. Primus). Ich habe ihn seit 2016, er funktionierte seither einwandfrei. Transportiert wird er im Topf.

GaskartuschePrimus Power Gas, 390g (voll)

Die Schraubkartusche mit 230g Inhalt. Soll für zwei Wochen reichen, wird unterwegs nachgekauft. 

TopfGSI Glacier Stainless Minimalist, 143g

Das Kochset besteht aus einem 0,6l Edelstahltopf mit Kunststoffdeckel und einer Isolierhülle aus Neopren. Mitgeliefert wird ein Göffel aus Kunststoff, der zusammen geschoben werden kann und in kleinen Kaffeepausen nützlich ist. Im Topf kann ich Kochutensilien verstauen.

BecherGSI GLACIER BOTTLE CUP, 140g

Den Becher nehme ich auf langen Touren mit, um mit ihm Wasser über offenem Feuer zu erhitzen. Manchmal ist es auch gut, einen Becher neben dem kleinen GSI-Topf zu haben, um zum Essen auch einen Tee genießen zu können. Oder im GSI Becher Wasser zu erhitzen und über Porrage o.ä. im Stainless Minimalist zu gießen. Der Becher fasst 500ml, hat einen Henkel und kann damit über offenem Feuer besser gehandhabt werden als der Minimalist. Hinein passt eine Nalgene Wasserflasche. Ein bisschen Luxus. 

Messer: Vintorinex, 157g

Ein Messer mit Klinge, Gabel, Flaschenöffner, Schere, Korkenzieher. Es ist praktisch, aber eigentlich zu schwer. Aber ich habe es halt. 

Feuerzeug: V-Fire Easy Torch, 37g

ein einfaches Gasfeuerzeug mit Jet-Flame für wenig Geld. 

Besteck: Esbit Titan, 3 teilig, 42g

Messer, Gabel, Löffel aus Titan. Leicht und nimmt nicht viel Platz weg.  

Wasserbehälter: Nalgene 1l, 2x 160g

Ich verwende die allseits bekannte Wasserflasche in der Schmal- und Weithalsversion. Vielen ist sie zu schwer, ich schätze ihre Stabilität. Sie passen genau in  meine beiden Rucksacktaschen.

Wasserfilter 1: Nylonsocke, 20g

Trübes Wasser lässt sich gut mit einer Nylonsocke vorfiltern. 

Wasserfilter 2: Micropur Forte MF 1T, 10g

Tabletten aus Chlor und Silberionen filtern Bakterien, Giardia und Viren. Eine Tablette auf einen Liter Wasser sollte zwei Stunden einwirken. Das gereinigte Wasser schmeckt chlorhaltig. Nicht jedermanns Sache, mich stört es nicht. Gegen Agrarverunreinigungen hilft es nicht.

Technik

So viel Technik! Notwendig für sichere Navigation und gute Fotos
So viel Technik! Notwendig für sichere Navigation und gute Fotos

Navigationsgerät: Smartphone CAT S31,  200g

zur Navigationverwende ich dieses Jahr ein CAT S31, das über einen nur kleinen Prozessor, aber kräftigen 4.000mAh Akku verfügz unf nach IP68 (staubdicht, wasserdicht, sturzsicher bis 180cm) zertifiziert ist. Benutzt man das Handy nur zur Navigation, reicht eine Akkuladung bei gemäßigtem Gebrauch mehrere Tage lang. Als Software nutze ich Locus Maps Pro. Bei dem Kartenmaterial setze ich auf die Freizeitkarten für Android-Geräte, die als auf dem OpenStreetMap (OSM) Projekt basierenden Vektor-Karten kostenlos auf das Smartphone geladen werden können. Das Kartenmaterial zeigt auch Wanderwege an, darunter den E1.

Update 3.5.19: nach der Testwanderung (SH Fördesteig) habe ich entschieden, das Fairphone zu Hause zu lassen. Das CAT S31 wird auch die Kommunikations- und Entertainmentaufgaben mit erledigen. 

WWW, Mail, Entertainment, Backup: Smartphone Fairphone 2, 174g

Mein Fairphone 2 hatte ich vor zwei Jahren aus Gründen der Nachhaltigkeit gekauft. Das Smartphone begleitet mich im Alltag, wo es gut funktioniert. Nicht so draußen in der Natur, wo es im Dauerregen schon mal den Dienst quittierte. Glücklicherweise kann es auseinander genommen werden. Sobald die Module trocken sind, funktioniert es wieder - bisher jedenfalls. Doch sicherheitshalber bleibt es beim Wandern zukünftig gut verpackt im Rucksack und wird nur hervor geholt, um Kontakt zur Außenwelt zu halten oder abends ein Hörbuch oder Musik zu genießen. Falls das CAT S41 ausfällt, ist das Faiphone als Backup für die Navigation sofort zur Hand, denn App, Karten und Tracks sind auch dort hinterlegt. Auf langen Wanderungen ist mir das wichtig. Das Fairphone 2 hat einen 2.420 mAh Lithium-Ionen Akku, der bei geringer Nutzung mehrere Tage hält, wenn es nicht für Navigation eingesetzt wird.

Kamera: Sony RX100, 240g (ink. Schutzhülle)

die Kompaktkamera kann bessere Bilder machen als Fairphone und CAT zusammen. Mit einer Akkuladung (1.240mAh) schafft die Sony RX100 mehr als 300 Bilder. Der Akku kann im Gerät geladen werden. Ersatzakkus habe ich keine dabei. Die Verwendung der Kamera spart Akkuleistung beim Smartphone, denn Bilder zu knipsen verbraucht auch Strom.

StirnlampeNitcore T350, 20g

Wenn es dämmert, braucht man gelegentlich künstliches Licht. Dafür könnte ich das Blitzlicht des Smartphones als Taschenlampe benutzen. Die Stirnlampen sind aber praktischer. Die Nitcore T350 gibt auf mittlerer Stufe (15 Lumen) fast zwei Stunden lang Licht, dann muss sie über ihren USB-Anschluss neuen Strom zapfen. 

2 Ladegeräte + 2 Kabel: 80g

Stehen Steckdosen zur Verfügung, (Cafés, Kirchen, Campingplatz, etc.) kann ich mit zwei Ladegeräten schnell Smartphone und Kamera gleichzeitig aufladen.

Powerbank: Sonnenrepublik, 2x Energy 5000mAh, 240g

Kommt zum Einsatz, wenn keine Steckdose zur Verfügung steht. Auf langen Touren habe ich zwei Powerbanks dabei und bin bei sparsamer Verwendung der elektronischen Geräte für etwa eine Woche autark. 

Solarpanel: Sonnenrepublik, Base 9 , 240g

Das Solarpanel hilft weiter, um unterwegs Sonnenstrom vorzugsweise in die Powerbanks zu leiten. Das Teil liefert aufgeklappt bis zu 1.500mAh Strom, was allerdings nur bei praller Sonne zu erreichen ist. Die Ausbeute reduziert sich bei Bewölkung und je weiter man vom Äquator entfernt ist. Wenn es nicht regnet, baumelt das Solarpanel aufgeklappt am Rucksack und lädt eine der beiden Powerbanks im Laufe eines Wandertages meist vollständig wieder auf. Das klappt auch in Skandinavien.

Uhr: Tissot T-Touch Stainless Steel, 90g

Die Uhr kann so einiges: Uhrzeit, Kompass, Höhenmesser, Barometer, Kompass, Chrono, Thermometer, Wecker. Sie war bisher auf allen meinen E1-Touren dabei. Das soll so bleiben. Zwischenzeitlich hatte ich meine Garmin Forerunner 235 als Begleiter ins Auge gefasst. Sie hätte die Strecke trecken können und hätte somit das Smartphone entlastet, aber die Smartwatch muss jeden Abend an den Akku angeschlossen werden. Es ist mir zu aufwändig und ich müsste ein weiteres Kabel mitführen.

Körperpflege

unterwegs geht nur minimalistische Körperpflege
unterwegs geht nur minimalistische Körperpflege

Kulturtasche: Sea to Summit Hanging Toiletry Bag (100 g) und sein Inhalt: 480 g

Meine Kulturtasche ist außen klein und knautschbar. Es passt alles hinein, was ich unterwegs brauche. Und das darf aus Gewichtsgründen ja nicht viel sein: Zahnbürste (nicht abgesägt, aber faltbar), Tube Zahnpasta (Ajona), biologisch abbaubare Seife (Dr. Bronner Magic Soup, Eukalyptus: zum Waschen, als Shampoo, für Handwäsche), kleine Tube Sonnencreme, kleiner Kamm, Ohropax, Einwegrasierer, Tube Hirschtalg (als Fettcreme für Gesicht, Hände, Füße), Nagelfeile. Und ein kleines Fleece-Handtuch.

1. Hilfe Set

auf Fernwanderungen: nie ohne 1. Hilfe Set
auf Fernwanderungen: nie ohne 1. Hilfe Set

1. Hilfe Set : Tatonka First Aid Mini, 120 g

Wer auf eine Fernwanderung geht, sollte nie ohne unterwegs sein. Gebraucht habe ich bisher erst ein Pflaster. Aber sicher ist sicher.

Inhalt des Sets: 5x Pflaster, 2x Wundpflaster, 1x Verband + Kompresse, 1x Heftpflaster, 1x Zeckenzange

Zusätzlich habe ich noch eine Packung Blasenpflaster (23 g) dabei. Gebraucht habe ich es bisher nicht. 

Wer auf Nummer sicher geht, nimmt noch eine Rettungsdecke mit. Oder ein größeres Set.

Kleinkram

  • Brillenetui inkl. Brille und Putztuch: 70 g
    beim Wandern setze ich meist keine Brille auf. Eine Sonnenbrille verwende ich nicht, die Hutkrempe wirft meist genug Schatten.
  • Paracord, Wäscheklammern: 17 g, zum Wäsche aufhängen oder wenn am Zelt eine Abspannleine defekt sein sollte
  • Geldbörse mit Inhalt (Geld, Ausweis, EC- und Kreditkarte, Bahncard, DJH-Ausweis): ca. 100 g 
  • Papiertaschentücher, 2 Packungen: 60 g
  • Klopapier: 50 g
  • Reparaturset Zelt und Isomatte: 55 g
  • Schaufel (ohne Stiel), 50g

Packliste

80 Teile umfasst die diesjährige Ausrüstung (ohne Wasser und Lebensmittel)
80 Teile umfasst die diesjährige Ausrüstung (ohne Wasser und Lebensmittel)

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Wandern auf dem E1:

106 Tage, 2.515 km

durch vier europäische Länder.

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