Naturparkweg Schleswig-Holstein - Tour 5: Wildpark Trappenkamp, die Kleinbahntrasse und der Große Segeberger See

Die fünfte Tour: auf der Kleinbahntrasse zum Großen Segeberger See


Die neunte Etappe startet in Rickling am Bahnhof. Sandige Forstwege führen durch den Wildpark Trappenkamp, jenseits der A21 geht die Route am Tarbeker Moor entlang. Bei Blunk schwenkt man auf die Trasse der ehemaligen Kleinbahn, die einst zwischen Kiel und Segeberg verkehrte. Auf dem schnurgeraden Sandweg erreicht man schließlich den Großen Segeberger See, ein schattiger Weg führt direkt am Ufer dem Ziel entgegen, das mit der schicken Uferpromenade der Bäderstadt erreicht ist. 

Auch die letzte Etappe verläuft überwiegend auf leicht begehbarem Naturboden. Wegmarkierungen sind zwar wieder mehr vorhanden, fehlen aber öfters an entscheidenden Stellen. So ist eine Karte sehr zu empfehlen.


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9. Etappe

Die Fahrt von Hamburg über Oldesloe und Segeberg nach Rickling verläuft mit den Regionalbahnen heute problemlos. Selbstverständlich ist das ja nicht, wie ich auf den letzten Etappen erfahren musste. Die Tour beginnt in Rickling bei typisch norddeutschem Sommerwetter. Um auf den Naturparkweg zu gelangen, geht es zunächst vom Bahnhof über die Dorfstraße Richtung Norden. 

Wildpark Trappenkamp

Kurz hinter Rickling beginnt der Wildpark Trappenkamp, in dem ich zwar kein Wild erspähe, dafür aber zwei schöne Rastplätze. Für eine Pause ist es allerdings noch zu früh.

Tarbeker Moor

In der letzten Eiszeit haben riesige Gletscher südwestlich des Plöner Sees tiefe Spuren hinterlassen. Die Moränenlandschaft entstand. Das Schmelzwasser der abtauenden Gletscher schnitten tiefe Täler, die später vermoorten. Eines davon ist das Tarbeker Moor. In der ersten Hälfte des 19.ten Jahrhunderts wurde hier Torf im industriellen Rahmen abgebaut. Große Brachflächen entstanden, die nun aufwändig renaturiert werden. Der wieder artenreiche Bereich gehört zur Natura 2000.

Trasse der Kleinbahn Kiel - Segeberg

1911 wurde eine Kleinbahn in Betrieb genommen, die zwischen Kiel und Segeberg verkehrte. Zahlreiche Haltestellen lagen an den Gleisen. Mit dem Bau der Bundesstraße 404 war dann allerdings bald Schluss mit der Bimmelbahn. Heute kann man die Trasse, die zu einem Sandweg ausgebaut wurde, zu Fuß oder mit dem Rad nutzen. 

Großer Segeberger See

Bei Groß Rönnau verlässt man - vielleicht etwas widerwillig ob des schönen Weges - die Bahntrasse. Doch den großen Segeberger See sollte man auf keinen Fall links liegen lassen. Ein von alten Eichen und Buchen gesäumter Pfad führt am Seeufer entlang, hin zum südlichsten Punkt. Dort liegt die Uferpromenade von Bad Segeberg, die eine gute Kulisse für das Wanderfinale bildet. Wer mag, beschließt die Etappe bei Kaffee und Kuchen in der Goldmarie. Dort herrscht vermutlich immer so reges Treiben wie heute. 

Offiziell endet der Naturparkweg auf dem großen Parkplatz Backofenwiese. Hier kann man sein Auto sicherlich vorzüglich abstellen. Ich aber muss weiter zum Bahnhof. So führt mich mein Weg noch über einen großen Friedhof, hin zur Marienkirche, wo mich mein persönlicher Schlusspunkt erwartet. So ähnlich war es schon einmal am Ende meiner E1-Tour durch die Schweiz. Auch dort wurde ich einst mit offenen Armen empfangen.

mein Schlusspunkt der Tour auf dem Naturparkweg
mein Schlusspunkt der Tour auf dem Naturparkweg


Wandern auf dem E1
146 Tage  | 3.429 km
Grövelsjön (Schweden) <-> Pavia (Italien)
Stand: 03/2020




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