Naturparkweg Schleswig-Holstein - Tour 3: durch Felder und Wiesen

Die dritte Tour: Felder und Wiesen


Die Grenze des Naturparks Aukrug ist in Brokstedt erreicht. Diese Etappe geht überwiegend durch Felder und Wiesen auf schmalen Wirtschaftswegen, die von Schatten spendenden Knicks gesäumt sind. In den 1960ger Jahren fand in dieser Region eine Flurbereinigung statt, was zu großen Feldern führte. Obwohl ein Verbindungsstück zum Segeberger Forst, hat auch diese Etappe ihren besonderen Reiz.

Die durchgehend asphaltieren Wege machen die Füße allerdings müde und die in den Naturparks ausgezeichnete Markierung lässt auf diesem Wegstück etwas zu wünschen übrig. Nur anhand der Wegmarkierungen wird man dem NPW hier nur schwer folgen können. 


auf dem Naturparkweg unterwegs. Etappe 7 (24 km)
auf dem Naturparkweg unterwegs. Etappe 7 (24 km)

7. Etappe

Nach bummeligen zwei Stunden sind die 50km von Hamburg nach Brockstedt mit der Bahn bewältigt. Eine Signalstörungen brachte - wie in der Vorwoche schon - eine Verspätung.

Es ist sonnig und warm, als es am frühen Mittag losgeht. So trifft es sich gut, dass der Naturparkweg (NPW) auf dieser Etappe fast nur im Schatten verläuft. Doch es sind nur Knicks links und rechts der asphaltierten Wege, die Schatten spendend weite Feldflächen durchbrechen. Man merkt, hier hat in den 1960gern die Flurbereinigung gewirkt. Überwiegend wird Mais großflächig angebaut. Ob der dieses Jahr gedeihen wird bei der herrschenden Trockenheit?

Bei Armstedt lädt ein Beobachtungsturm zu einer ersten Pause ein. Mit einem Kaffee in der Hand greife ich zum kleinen Fernglas und beobachte Wasservögel, die friedlich auf den Abwasserteichen schwimmen. Hier scheint die biologische Klärung von Abwässern zu funktionieren. In Wiemersdorf gibt es eine weitere Anlage.  

Kurz vor der A7 geht es durch ein Waldstück, in dem ein Tümpel in einem Krater liegen soll, der mich reizt. Dafür verlasse ich den NPW, der auf breiten Forstwegen vorbei läuft. Erstaunlich steil geht es hinab, bis der eingewachsene Teich erreicht ist. Um den Teich herum führt ein wilder Pfad. Ein kleines Abenteuer.

 

Jenseits der A24 weiche ich erneut von der offiziellen Route ab, um die Osterau, einem Bach, der naturnah durch die Wiesen mäandrieren soll, entlang zu wandern. Doch leider sehe ich nur Wiesen und Knicks, aber keinen Bach. 
Hinweis: hier gibt es den Osterau-Wanderweg (Link Komoot)

 

Da ich heute nur eine Tagestour auf dem NPW unternehme, muss ich nun Richtung Großenaspe abbiegen, um in nördlicher Richtung zum nächsten Bahnhof zu gelangen. Wieder geht es entlang großer Felder, weit entfernt liegt linkerhand eine gewaltige Kiesgrube, aus der Staub aufwirbelt. Sie ist also noch aktiv. Den rechts liegenden Aussichtsturm im Ketelvierth lasse ich - anders als geplant - heute aus. Ich werde ihn auf der nächsten Etappe gleich als Erstes aufsuchen, bevor es zurück auf den NPW geht. Heute war ich ob der Hitze einfach schon zu erschöpft. 

Als ich den kleinen Bahnhof von Großenaspe erreiche, bin ich froh, dass der Zug bald kommt. Über Neumünster geht es zurück - ohne Störungen.

der kleine Bahnhof in Großenapse
der kleine Bahnhof in Großenapse


Wandern auf dem E1
146 Tage  | 3.429 km
Grövelsjön (Schweden) <-> Pavia (Italien)
Stand: 03/2020




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