Hamburgs Grünes Netz: die Wandse-Achse"

Die Wandse-Achse verläuft von der Alster aus die Wandse hinauf bis nach Tonndorf
Die Wandse-Achse verläuft von der Alster aus die Wandse hinauf bis nach Tonndorf

Im Hamburger Grünen Netz folgt die Landschaftsachse dem naturgegebenen Lauf der Wandse. Sie beginnt an der östlichen Außen-Alsterseite und folgt dem Flusslauf bis Tonndorf, wo sie von dem 2. Grünen Ring begrenzt wird.

Zur Wandse-Achse fand ich keine weiterführenden Informationen. Aber der Wandse-Grünzug, der die zweite Hälfte der Landschaftsachse abdeckt, ist in diesem informativen Faltblatt beschrieben:

Wandse-Grünzug (PDF-Download der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt)
Wandse-Grünzug (PDF-Download der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt)

Meine Wanderung auf der Wandse Achse

Die grünen Highlights der Achse habe ich in einer Google Maps Karte aufbereitet. Parks und Teiche liegen entlang der Strecke aufgereiht wie auf einer Perlenschnur.

Eine offizielle Wegführung fand ich nicht. Doch die Strecke ist ja quasi durch den natürlichen Verlauf der Wandse vorgegeben. Meine Tour beginnt, wo im 17. Jh. das "Neue Werk" zum Schutz von St. Georg errichtet wurde. Beim nächsten Mal würde ich die Tour an den Alsterwiesen Schwanenwiek starten, dort, wo früher die Sechslingspforte stand. Denn dort mündet die Wandse in die Alster. Und die Wandse bestimmt nun mal den Achsenverlauf.

  • Die ersten drei Kilometer führen den Eilbekkanal hinauf. Den recht breiten Kanal gibt es seit 1854. Bis 1939 fuhren Alsterdampfer im Linienverkehr bis zum Wendepunkt an der Lortzingerstraße. Der Grünstreifen links und rechts des Kanals ist recht schmal gehalten.
  • Das ändert sich erst am Ende des Kanals, wo der Friedrichsberger Park liegt. Der Grünstreifen weitet sich hier, der Kanal wird ein schmaler Fluss und heißt nun schlicht Eilbek.
  • Ab dem Mühlenteich wird der Fluss nun auch Wandse genannt. Am Mühlenteich wurde der Mühlenteichpark jüngst auf seiner südlichen Uferseite durch neue gestaltet. Das ist gut gelungen, finde ich.
  • Ab dem Eichtalpark - man hat nun schon 2/3 des Weges hinter sich - öffnet sich der Grünzug zu einem breiten Band. Der Eichtalpark geht auf den Großindustriellen Luetkens zurück, der hier Eichen zur Nutzung in seiner Lederfabrik anpflanzen ließ. Die alten Eichen sind längst abgeholzt. In den 1960ger Jahren wurden neue Eichen gepflanzt.
  • Der Botanische Sondergarten folgt. 1920 als Schulgarten angelegt.
  • Eine kleine Brücke führt in den Fischer Park, wo die Rahlau in die Wandse mündet. Ihrem kanalisierten Ufern folgt man auf einem schmalen Trampelpfad, bis man    
  • am Nordmarkteich wieder auf die Wandse trifft.

Kurz darauf ist der 2. Grüne Ring erreicht. Der Weg auf der Wandse-Achse ist offiziell zu Ende. Doch der Wandse kann man noch viele weitere Kilometer folgen. Insgesamt ist der Fluss 20km lang, erst jenseits der Hamburger Stadtgrenze zu Schleswig-Holstein liegt seine Quelle in Siek.


Die Tour auf Komoot enthält weitere Bilder

Mein Fazit:

eine Landschaftsachse, die das Attribut "Grün" wirklich verdient hat, denn sie verläuft durch einen immer breiter werdenden Grüngürtel stets am Wasser entlang. Ein von A bis Z schöner Wanderweg. 

Prädikat: zum Nachwandern uneingeschränkt empfohlen.

 


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