Hamburgs Grünes Netz: der 2. Grüne Ring

100 km Wandern auf dem 2. Grünen Ring (Bild:  Hamburg.de)
100 km Wandern auf dem 2. Grünen Ring (Bild: Hamburg.de)

Die 100 Kilometer lange Route 11 führt im Radius von acht bis zehn Kilometern vom Rathaus entfernt um Hamburg herum und präsentiert verschiedene Landschaftstypen der Stadt. Die wechselnde Abfolge von Parks, Kleingärten, Waldgebieten, Kulturlandschaften der Geest und Marsch, Naturschutzgebieten, Flüssen, Seen und urbanen Räumen soll das Erkunden zu einem besonderen Erlebnis machen.

Die Route ist durchgängig mit einer grünen 11 markiert. Für uns Wanderer wurde die Route in acht Wanderabschnitte aufgeteilt.

 

Ist der Ring wirklich so grün? Ich zog los, es heraus zu finden.

Allg. Infos zum 2. Grüner Ring
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Wandern auf dem 2. Grünen Ring
Wandern auf dem 2. Grünen Ring


Die Touren

Ich habe für den 100km langen Rundkurs fünf Tagestouren gebraucht.

Tour 1: von Teufelsbrück bis Ohlsdorf

zur Tour (HIER)
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Der 1. Abschnitt führt mich von der Elbe bei Teufelsbrück über Parkanlagen und Grünräume nordwärts zum Volkspark. Jenseits der S-Bahn-Stellingen geht es auf dem 2. Abschnitt über den kleinen Sola-Bona-Park auf dem Kollauwanderweg ins Niendorfer Gehege, weiter am Rollfeld des Flughafens vorbei, dann durch ein Areal von Kleingärtneransiedlungen hin zum Alsterwanderweg, der nach Ohlsdorf geleitet, wo die Tour schließlich endet.

Mein Fazit: auf dieser Tour ist es am Wegesrand tatsächlich überall grün. Der Weg ist gut befestigt und leicht zu gehen. Straßen sind nur wenige zu queren. Der Untergrund ist meist naturbelassen, gelegentlich gepflastert oder asphaltiert. Der unvermeidliche Geräuschpegel der Großstadt hält sich in Grenzen.

Zum Nachwandern uneingeschränkt empfehlenswert.

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Tour 2: von Ohlsdorf zum Mittleren Landweg

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Der 3. Abschnitt beginnt am parkähnlichen Friedhof Ohlsdorf, führt zum Brahmfelder See und anschließend durch die Grünzüge der Seebek, Osterbek und Wandse zum Jenfelder Moor.
Der 4. Abschnitt folgt in einem meist schmalen Grünzug dem Schleemer Bach zum Naturschutzgebiet Boberger Niederung. Zwischendrin durchquert man den großen Öjendorfer Park.

Mein Fazit: Mitunter sind lange Passagen an lärmenden Straßen sehr nervig. Das Stück über den Friedhof Ohlsdorf ist für meinen Geschmack zu kurz; Die Grünzüge sind hin und wieder nur hauchdünn. 

Die Höhepunkte sind die drei Kilometer lange Querung des großen Öjendorfer Parks sowie die Boberger Niederungen, wo der moorige westliche Teil und die weidereiche Billwerder Marsch berührt werden.

Manchmal ist der Grüne Ring nur hauchdünn.   

Zum Nachwandern bedingt empfehlenswert.

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Tour 3: vom Mittleren Landweg nach Rothenburgsort

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Der 5. Abschnitt
Über den Mittleren Landweg erreicht man bald den Wasserpark Dove Elbe. Am tiede-unabhängigen Wasserarm geht es an kleinen Yachthäfen vorbei. Die ehemalige Bille-Siedlung lohnt den Abstecher unbedingt. An der Tatenberger Schleuse geht es an der Norderelbe weiter, vorbei am NSG Holzhafen zur Elbinsel Kaltehofe, wo 100 Jahre lang das Hamburger Frischwasser herkam. Über ein Sperrwerk gelangt man auf die andere Seite, wo der wild anmutende Entenwerder Park schon wartet.   

Mein Fazit: Nervig sind die zwei ersten Kilometer auf dem schnurgeradeaus verlaufenden Mittleren Landweg, der kein Grün bietet. Ebenso das lange Straßenstück auf dem Moorfleeter Deich. Der Rest der Strecke ist mit seinen unterschiedlichen Wasserlandschaften sehr abwechslungsreich

Wer Wasser mag, wird diesen Abschnitt lieben.

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Tour 4: von Rothenburgsort nach Heimfeld

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Der 6. Abschnitt führt auf der Neuen Elbbrücke rüber nach Veddel, am kleinen Ballin-Park vorbei zur Wilhelmsburger Dove-Elbe, wo es an der Hövelpromenade Richtung Norder-Elbe geht. Am Deichfuß des Moorweider Hauptdeich ist man der Elbe-Auenlandschaft ganz nah. Schön wär's, bis zur Bunthäuser Spitze zu gehen, doch bis dort hin ist es zu weit. So kürzt man ab und ist bald an der Süderelbe, kann hier einen Blick auf das wunderbare NSG Heuckenlock erhaschen, bevor es über die Süderelbbrücke Richtung Harburg geht. Nun ist es schon der 7. Abschnitt, der mich am Neuländer See vorbei, auf dem Nutriaweg durch die Kleingartensiedlung  hin zum Harburger Stadtpark führt. Das Grün am Göhlbach in Eißendorf bietet unerwartete Wildheit, es folgen urbane Abschnitte ohne Grünflächen. Schließlich taucht man ein in das Heimfelder Holz, das in Meyer's Park übergeht. An der Bushaltestelle "Mariahilf" ist Schluss.

Mein Fazit: eine lange Etappe mit viel Abwechslung.

Zum Nachwandern uneingeschränkt empfehlenswert.

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Tour 5: von Heimfeld nach Finkenwerder

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Der 8. Abschnitt startet an der Bushaltestelle "Mariahilf". Die Tour führt an der Moorburger Landscheide entlang, bis der Weg auf dem 2. Grünen Ring an der Walterhofer Straße wegen des Autobahnbahns gesperrt ist. Auf einem Umweg geht es hoch zu Moorburger Elbdeich, dort auf dem Deich entlang, der freie Sicht über's Alte Land erlaubt. Obstbäume überall, vorwiegend Apfel. Vorbei am Schlickhügel Francop führt der Weg nun nach Finkenwerder, wo im Rüschpark am Anleger die HVV-Fähre wartet, um über die Elbe nach Teufelsbrück überzusetzen. Dort endet der 2. Grüne Ring.

Mein Fazit: obwohl es viel Grün gibt und es auch schöne Abschnitte gibt, ist die Tour in toto nicht uneingeschränkt schön. Verkehrslärm ist allgegenwärtig. Blöd auch die Sperrung wegen der neuen Autobahn, die hier gebaut wird. Der Umweg an der Walterhofer Straße ist nervig.

Doch das Gefühl, in Finkenwerder den Rüschpark zu erreichen, wiegt alles auf, denn  hier ist die Tour geschafft. Aus purer Lust setze ich mit der Linie 64 nach Teufelsbrück über, nur im gleich wieder zurück zu fahren und weiter nach Finkenwerder. Von dort nutze ich die Gelegenheit für eine kleinen Hafenrundfahrt mit der Linie 62 zu den Landungsbrücken.

Für Unverbesserliche zu empfehlen.

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Kommentare: 1
  • #1

    Rosinchen Blümchen (Samstag, 26 Dezember 2020 12:56)

    Hallo Michael....

    Ich habe heute die App "komoot" als Touren Begleitung für Wanderungen installiert und bin so auf deine Einträge gelangt.

    Vielen Dank für deine Offenheit und Informationen, die mir bei meinen Erkundungstouren -Hamburg nocheinmal ganz anders zu entdecken in 2021 sehr hilfreich sein werden.

    Ich wünsche dir ein� neues Jahr 2021 � voll Sonnenschein� und Gesundheit ⚓ darf nicht fehlen. �

Wandern auf dem E1

Grövelsjön (Schweden) <-> Pavia (Italien)

152 Tage  | 3.776 km
bisher letzte Tour: August 2021 (Schweden, Bergslagsleden)

10/2021 geht es in Italien durch das Piemont weiter




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