E1-I-Tour 4: Toscana (2022)

Auf den Spuren Sigerichs

Von Pietrasanta nach Siena auf der Via Francigena durch die Toscana

8 Etappen + 5 Stadterkundungen 

 E1 Tag 185 - 192 | 175 E1'-km | 7.-21.11.22


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In den italienischen Regionen Emilia-Romagna und Toskana verläuft der E1 überwiegend auf der Grande Escursione Appenninica (GEA), einem rund vierhundert Kilometer langen Fernwanderweg. 

Einfacher scheint es mir, einen Weg durch die südwestlich gelegene Toskana zu suchen. Dort streben die drei bekannten Pilgerwege FranziskuswegBenediktweg und Via Francigena auf unterschiedlichen Routen gen Rom. Sie werden gerne von Pilgern und Wanderern genutzt.

Für meine Zwecke eignet sich wohl die Via Francigena (dt. Frankenweg) am Besten. Ich bin dem Pilgerweg auf meiner letzten Italien - Tour bereits begegnet. Die Route stützt sich auf Berichte des Erzbischofs Sigerich von Canterbury, der 990 diesen Weg von Großbritannien nach Rom zum damaligen Papst nahm. 

blau: meine geplante E1' Route (8 Etappen); gelb: E1-Orginalroute (15 Etappen)
blau: meine geplante E1' Route (8 Etappen); gelb: E1-Orginalroute (15 Etappen)

Die Tour E1'-I-4

die Tour [E1'-I-4]: von Pietrasanta nach Siena. Auf der Via Francigena durch die Toscana

Was mich erwartet

Statt über die Höhen des Apennin zu wandern, folge ich also der Via Francigena durch die Toscana. Christoph Hennig, der sich in Italien bestens auskennt, hält allerdings nicht so viel von diesem Pilgerweg. Er würde den Franzikusweg vorziehen, doch der verläuft über Florenz, während die Via Francigena durch Lucca führt und damit auf meinem abgewandelten E1' Weg liegt.

(Quelle: Wikipedia; Francesco Sgroi - Flickr: la nebbia di settembre  •  CC BY 2.0)
(Quelle: Wikipedia; Francesco Sgroi - Flickr: la nebbia di settembre • CC BY 2.0)

Der frühere Frankenweg war nicht nur Pilgerweg, sondern auch eine wichtige Verkehrsader Italiens, gesäumt von Orten, die vom mittelalterlichen Händler- und Pilgerstrom profitierten. Er führt mitten durch die pittoreske, hügelige Region der Toskana mit der typischen Landschaft voller Pinien, Zypressen, Olivenbäumen und Weinstöcken.

Die Wirtschaft der Toskana wird hauptsächlich durch Tourismus, Anbau von Wein (u.a. Chianti) und Gewinnung von Olivenöl geprägt. Sowohl das Wandern über Land als auch der Besuch der alten Städte wird vermutlich ein Genuss.


Folgende sehenswerte Städte am Franziskusweg

in der Region Toskana sollen Gegenstand zusätzlicher Stadterkundungen sein:

Lucca

Blick über Lucca (Quelle: Wikipedia, Arne Müseler • CC BY-SA 3.0)
Blick über Lucca (Quelle: Wikipedia, Arne Müseler • CC BY-SA 3.0)

Lucca ist mit mehr als 90.000 Einwohnern die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in der Toskana. Im 13. und 14. Jahrhundert zählte Lucca zu den einflussreichsten europäischen Städten. Noch heute nennt man sie "Die Stadt der hundert Kirchen". Große Plätze, romanische Kirchen und mittelalterliche Türme zeugen von der einstigen Bedeutung der Stadt. Die 1645 fertiggestellt Befestigungsanlage gibt es noch heute.

San Gimignano

Die Türme von San Gimignano (Quelle: Wikipedia, LigaDue • CC BY-SA 4.0)
Die Türme von San Gimignano (Quelle: Wikipedia, LigaDue • CC BY-SA 4.0)

San Gimignano wird die „Stadt der Türme“ genannt und ist eine von Touristen gern besuchte Kleinstadt in der Toskana. Die durch San Gimignano ziehenden Händler und Pilger machten die Stadt reich, die Geschlechtertürme, die damals in den Himmel wuchsen, zeugen davon. Als die Frankenstraße im Spätmittelalter allmählich an Bedeutung verlor, weil der Handel die bequemeren Wege durch die weitgehend trockengelegten Sümpfe der Ebenen vorzog, verarmte die Stadt, die zuvor Gesetze gegen übertriebenen Luxus erlassen hatte.

Siena

Cattedrale di Santa Maria Assunta (Quelle: Wikipedia,  Matthias Kabel • CC BY-SA 3.0)
Cattedrale di Santa Maria Assunta (Quelle: Wikipedia, Matthias Kabel • CC BY-SA 3.0)

Siena gilt als eine der schönsten Städte der Toskana, vielleicht gar ganz Italiens. Die Stadt hat sich den mittelalterlichen Charakter der italienischen Gotik erhalten. Inmitten der Stadt steht ein prächtiger Dom. Zahlreiche andere Kirchen und viele Plätze laden zum Besichtigen und Verweilen ein. Die historische Altstadt gehört seit 1995 zum UNESCO-Welterbe.

Zwar nicht direkt am Pilgerweg gelegen, aber vermutlich ebenfalls sehenswert, 

liegen zwei toskanische Städte, die ich mir per Zugfahrt erobern möchte:

Pisa

Campo dei Miracoli (Quelle: Wikipedia, Arne Müseler •  CC BY-SA 3.0)
Campo dei Miracoli (Quelle: Wikipedia, Arne Müseler • CC BY-SA 3.0)

Pisa ist durch den Schiefen Turm wohlbekannt. Er ist das Wahrzeichen der Stadt und gehört zum weißen Dom auf der Piazza dei Miracoli (Platz der Wunder) im Norden des Stadtzentrums. Auch die übrigenen Kirchen sind vermutlich sehenswert. Mittelpunkt der historischen Viertel San Martino, Santa Maria, San Francesco und Sant’Antonio ist die zentrale Arno-Brücke, der Ponte di Mezzo.

Florenz

Blick auf Florenz vom Piazzale Michelangelo (Quelle: Wikipedia, Wikibusters • CC BY-SA 4.0)
Blick auf Florenz vom Piazzale Michelangelo (Quelle: Wikipedia, Wikibusters • CC BY-SA 4.0)

Florenz, eine der reichsten Städte des 15. und 16. Jahrhunderts, Wiege der Renaissance, Heimat der Dynastie der von Medici und weltbekannter Größen wie Leonardo da Vinci, Michelangelo oder Galileo Galilei. UNESCO Weltkulturerbe. Millionen von Touristen zieht es jährlich ins historische Zentrum, um Paläste, Kirchen, Plätze und Straßen zu bewundern.


Wandertagebuch


Wanderbericht E1'-I-4  (online)
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Packliste E1-I1, für Flug nach Mailand optimiert
Packliste


Ablauf

Wieder bietet es sich an, feste Unterkünfte vorab zu buchen. Die Bahnverbindungen sind - wie in Italien bisher immer - auch auf dieser Tour recht günstig.

Für die ersten 8 Tage kann Lucca mein Basecamp sein, danach muss ich die Unterkünfte wechseln. 

Mein Fokus liegt auf Appartement mit Selbstversorgung.

 

Anreise     

Mo. 7.11. | Hamburg ✈ Florenz 🚄 Lucca ⬜

 

Tour

mit 8 Übernachtungen in Lucca:

(01) 08.11. | 25 km | Pietrasanta ➡ Bolzano ⬜

(02) 09.11. | 19 km | Bozzano ➡ Lucca ⬜

(03) 10.11. | 18 km | Lucca ➡ San Alto Pascio ⬜

(04) 11.11. | 25 km | San Alto Pascio ➡ San Miniato-Fuceccho ⬜

(05) 12.11. | xx km | Lucca; Stadterkundung ⬜

(06) 13.11. | xx km | Pisa; Stadterkundung  ⬜

(07) 14.11. | 23 km | San Miniato-Fucecchio ➡ Castelfiorentino ⬜

mit 2 Übernachtungen in San Gimignano:

(08) 15.11. | 23 km | Castelfiorentino ➡ San Gimignano ⬜

(09) 16.11. | xx km | San Gimignano; Stadterkundung ⬜

mit 1 Übernachtung in Strove:

(10) 17.11. | 24 km | San Gimignano ➡ Strove  ⬜

mit 2 Übernachtungen in Siena:

(11) 18.11. | 22 km | Strove ➡ Siena ⬜

(12) 19.11. | xx km | Siena; Stadterkundung ⬜

Siena 🚄 Florenz

mit 1 Übernachtung in Florenz:

(13) 20.11. | xx km | Florenz; Stadterkundung ⬜

 

Abreise

21.11. | Florenz ✈ Hamburg ⬜


Links

Christoph Henning, Pilgerweg: Via Francigena

Zur Route des E1: HIKING EUROPE: Italien - Emilia-Romagna und Toskana


Wandern auf dem E1

Storlien (Schweden) <-> Pietrasanta (Italien)

175 Tage  | 4.350 km
bisher letzte Tour: August 2022 (Schweden, Södra Kungsleden)

nächste Tour: November 2022 (Italien, Via Francigena)




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