Texelgruppe (Südtirol)

Ein Wanderurlaub

Eigentlich wollten meine Frau Britta und ich dieses Jahr einen Wanderurlaub in den Dolomiten machen. "Irgendwo bei Bozen oder Meran", so lautete die Vorgabe meiner Frau.

So machte ich mich auf die Suche und fand ein kleines, feines Hotel nahe Meran. Ich buchte und dachte, nun geht es in die Dolomiten.

Doch weit gefehlt.

Unser schönes 3-Sterne Hotel lag im kleinen Plaus. Und das liegt in der Texelgruppe, nicht in den Dolomiten. Aber das fanden wir erst nach und nach heraus. Erdkunde? Na, ja.

Was wir vorfanden, war aber auch sehr schön: ein Tal auf 500m Höhe, eingerahmt von den hohen Bergen der Texelgruppe. Ganz oben schimmerten die Reste alter Schneefelder, weiter unten waren die Hänge von Fichten und Kiefern bewachsen, durch die zahlreiche schattige Wanderwege führten. Schatten ist gut hier, denn dem Gebiet wird nachgesagt, dass es nur an 40 Tagen im Jahr regnen soll, die übrigen Tage sind trocken und im Sommer sonnig und warm.

Genau so erlebten wir die Texelgruppe:

Das schlechte Wetter der vergangenen Tage verzog sich rasch, wir hatten eine herrliche, sonnige Woche mit Temperaturen von teilweise über 30°C im Tal. Bei diesen Temperaturen geht man freiwillig in die Höhe, wo wir die Temperaturen immer als sehr angenehm empfanden. 

Plaus liegt in der Nähe von Nauturns auf der einen und Meran auf der anderen Seite, also im Herzen der Texelgruppe, deren Felsmassive sich nach beiden Seiten des Tals erheben. Mit mehreren Gondeln kann man sich aus 500m auf über 1.500m liften lassen, um die Wanderung in luftiger Höhe zu beginnen.

Wir haben die Aschbachbahn einmal  und die Texelbahn mehrfach genutzt, um entweder auf den Höhen zu wandern oder von der Bergstation die tausend Höhenmeter zurück ins Tal abzusteigen. Schöne Ausblicke und gut ausgebaute Wege waren immer vorhanden.

Mir hat das Wandern in den waldreichen Höhen sehr gut gefallen.

Britta fand das im Süden Merans liegende Skigebiet "Meran 2000" noch besser, weil es oberhalb der Baumgrenze liegt und entsprechend schroff und felsig daher kommt. Im Sommer lockt es viele Wanderer an, leider aber auch viele sonstige Touristen, die nur schnell auf dem Berg zur nächsten Hütte wollen. Je weiter man sich von der gigantischen Gondel entfernt, um so stiller wird es. Die vielen Menschen verlaufen sich dann.

Der Blick von den hohen Gipfeln ist gigantisch und bietet ein 360° Panorama. In der Ferne kann man dann auch die Dolomiten entdecken. "Endlich", meinte Britta und schaute sehnsüchtig hinüber! Denn sie sind noch schroffer und noch höher.

Ein Highlight dieser Region ist auch der Meraner Höhenweg. Auf ca. 100km führt er auf 1.500 m üNN rund um die Texelgruppe herum. Man kann fast überall einsteigen. Ein- oder Mehrtagestouren sind so leicht möglich. Einmal herum schafft man in ca. 7 Tagen. Übernachten kann man in Berghütten oder in Pensionen im Tal. Beste Wanderzeit soll zwischen Ende Juni und Oktober sein. Voranmeldungen auf den Hütten ist ratsam.

Das wäre etwas für einen weiteren Urlaub.

Wir sind von der Texelbahn aus ein Stück den Meraner Höhenweg Richtung Nauturns gegangen. Dabei sind wir zufällig durch die 1.000-Stufen Schlucht gekommen, ein weiteres Highlight der Texel-Region. Genau genommen sind es 989 Stufen, die hinab und wieder hinauf durch zwei Schluchten mit Wasserfällen führen. Alles ist gut gesichert und trotzdem ein kleines Abenteuer, das gute Kondition voraussetzt.

Wir hatten die Schluchten an unserem ersten Wandertag durchwandert und brauchten am Folgetag erst einmal einen Ruhetag... 

Übernachtung

unser 3*** Hotel - den Stefanshof in Plaus - fand ich im Internet.

Es behauptet von sich:

"Zwei Lebenswelten treffen im Meraner Land aufeinander und ergänzen sich zu einem einzigartigen Erlebnis: Die weitbekannte Küche vom Hotel Stefanshof in Plaus und die imposante Bergwelt im Vinschgau."

Die Gästebucheintragungen schlugen einen ähnlichen Ton an und so buchte ich.

Und wir können es nur bestätigen:

  • wir hatten ein schönes Zimmer mit herrlichem Balkon zur Bergseite
  • morgens wurden wir mit dezentem Kirchengeläut zur rechten Zeit geweckt und abends schliefen wir in aller Stille ein
  • die Wirtsleute Meir und das ganze Team sind herzlich, freundlich und hilfsbereit
  • das Frühstück ist reichhaltig, das Abendessen mit seinen 5-Gängen vielfältig und phantasievoll. Alles wird mit Liebe gemacht und dargereicht
  • der Pool ist groß genug, um morgens und abends ein paar Runden zur Erfrischung zu machen. Er ist mit Salzwasser gefüllt
  • wir freuten uns jeden Tag nach einem erfüllten Wandertag auf der Hotelterrasse am Pool auf einen Latte Macchiato oder Campari Orange
der Stützpunkt: Stefanshof in Plaus

Wandertouren

Allgemeine Informationen zur Texelgruppe

Folgende Touren haben wir gemacht:

Bilder

die Bilder sind in einer Dropbox hinterlegt.