SH-Tour: die Elbe am Fährmannssander Watt

Weite satt am Fährmannssander Watt
Weite satt am Fährmannssander Watt

Die Weite beginnt gleich hinter Wedel!


Die Rundtour beginnt und endet an der Schiffsbegrüßungsanlage Willkomm-Höft in Wedel. Wer Glück hat, bekommt die Begrüßungszeremonie für ein-oder auslaufende Schiffe mit. Mir war es nicht vergönnt.



Gleich hinter dem Hamburger Yachthafen beginnen zwei große Naturschutzgebiete, von einem schier endlos langem Deich getrennt. Darüber ein Himmel, der heute mal nicht so blau ist, wie seit Wochen gewohnt.

Weite pur in alle Richtungen sozusagen!

Nach drei Kilometern sollte man in die Wedeler Marsch abbiegen zur Carl-Zeiss-Vogelstation. Dort liegt versteckt in renaturierten Teichen ein wahres Vogelparadies. Vögel zu beobachten kann den Stresslevel bekanntlich ganz enorm reduzieren!

Wer danach noch Lust hat, läuft entspannt weiter, immer am Deich entlang.

Zum Beispiel bis zum Elbvorland. Dort gibt es Sandstrand satt. Schade nur, dass man nicht baden darf, denn das ist wegen Strömung und Wellen, die die vorbeiziehenden großer Pötte verursachten, zu gefährlich.

Hier stehen auch die größten Strommasten Europas. Rot-weiß getüncht geben die 227 m hohen, filigranen Türme ein imposantes Bild ab. Je zwei stehen am Ufer, zwei weitere auf der mitten im Strom liegenden Insel Lühesand. Ohne die Türme wäre es hier zwar noch schöner, aber so gibt's neben viel Natur auch Technik zu gucken. Für alle, denen die vorbeiziehenden Schiffe nicht reichen.

Man könnte noch viel weiter laufen, aber für mich ist hier der Wendepunkt. Auf gleicher Strecke gehe ich wieder zurück. Das macht aber nichts, denn es stehen ja mehrere Wege zur Wahl: hoch oben auf der Deichkrone mit ungehindertem Blick über Elbvorland und Wedeler Marsch oder windgeschützter am linken oder rechten Fuße des Deiches, wo man zwar nicht so viel sieht, aber schneller voran kommt.

Bevor die Tour sich dem Ende neigt, kann man noch einkehren. Ich tue das immer gerne. Heute gibt es dafür sogar mehrere Möglichkeiten: entweder in der Gaststätte Fährmannsand, der Tonne 122 im Hamburger Yachthafen, dem lärmigen Beach Club 28Grad direkt am Wedeler Strand, im Kiosk am neuen Schulauer Hafen oder für den Liebhaber gediegener Gastronomie im Schulauer Restaurant direkt an der  Begrüßungsanlage.

Ich entscheide mich für die Tonne 122 mitten im Yachthafen, denn ich spürte eine stille Sehnsucht nach dem Geklapper von Schiffswanten, durch die heute so schön der Wind pfeift.

Im Herbst soll hier im Naturschutzgebiet der Bär los sein, wenn sich die Zugvögel auf den weiten Wiesen noch mal richtig satt fressen, bevor sie den langen Zug richtig Süden antreten. 

Vielleicht hat sich bis dahin auch ein Betreiber gefunden für den zwar architektonisch sauber gestalten, aber noch etwas leer wirkenden Schulauer Hafen. Investoren werden noch gesucht, wie ich aus einem RTL Nord Video erfuhr.


Prädikat

wer die Weite sucht, ist hier richtig.



Wandern auf dem E1:

in bisher 106 Tagen 2.515 km

durch vier europäische Länder.

Drymat



mein Kanal: Michael-wandert
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