Ostsee-Trail: DK-Gendarmstien

Auf einem Premium-Wanderweg unterwegs an der dänischen Ostseeküste
Auf einem Premium-Wanderweg unterwegs an der dänischen Ostseeküste

Für drei Tage geht es auf den dänischen Premium-Weg Gendarmstien, was auf Deutsch Gendarmenpfad bedeutet. Nach der etwas schwierig verlaufenen Schweden-Wanderung auf dem Hallandsleden brauchte ich nun dringend ein positives Wandererlebnis.

So nahm ich mir einen Weg vor, der schon längere Zeit in meiner Wandersoftware Komoot vorgeplant schlummerte.


Zwischen 1920 und 1958 patrouillierten hier Grenzgendarmen, um Schmuggler zu entdecken, die Waren zwischen Deutschland und Dänemark am Zoll vorbei handeln wollten. Danach geriet der Weg zunächst in Vergessenheit, wurde aber ab 1988 zu einem Wanderweg der Luxusklasse ausgebaut, der in weiten Teilen direkt am Strand der Flensburger Förde entlang führt.

Der Pfad verläuft offiziell von Padborg (nordwestlich von Flensburg) immer an der Förde entlang nach Høruphav (am Höruper Haff östlich von Sønderborg). Während meiner Vorbereitungen fiel mir auf, dass der Weg offenbar immer nur in diese Richtung beschrieben wird, warum auch immer. Tatsächlich sind mir nur Wanderer entgegen gekommen, überholt habe ich nie jemanden. Für mich, der aus Hamburg kommt, schien es trotzdem praktischer, den Weg in entgegen gesetzter Richtung zu laufen, also am entfernteren Punkt zu beginnen und Richtung Süden zu laufen. Man hat dann ja auch immer die Sonne von vorne. Und dann fand ich noch heraus, dass das Bahnticket von Padborg zurück deutlich teurer ist als wenn man hinter der Grenze in Wasserleben in den Bus steigt, zum Flensburger Bahnhof fährt und von dort mit dem Regionalexpress zurück nach Hamburg düst. So ging es also von Sonderborg zur deutsch/dänischen Grenze in Wassersleben. Ein Nebeneffekt: die Tour verkürzt sich von 70km auf 60km, so wurde einer gute drei-Tages Tour draus. 

Für die Anfahrt muss man schon mal drei bis fünf Stunden einplanen. Zwei Stunden für die Regionalexpress und eine Stunde für den Bus (Linie 110 vom ZOB, 10€), plus Wartezeit, denn der fährt nur alle zwei Stunden.

Mein Eindruck zum Weg

Den Weg zu beschreiben ist müssig, denn es gibt bereits ausreichendes und gutes Infomaterial zu diesem Premiumweg. Offenbar wird er mehr begangen als andere Wanderwege, denn ich begegnete so mancher Wandergruppe. Natürlich auch Spaziergängern, Sonnenhungrigen an den Stränden und auch den unvermeidbaren Mountainbiker, die den Reiz dieses Weges wohl auch schätzen wissen, hier aber eigentlich gar nicht sein dürften. 

Zu voll war es allerdings nie.

Mein persönlicher Eindruck in Bildern:


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