Heide-Tour: Durch das NSG Lüneburger Heide

Die Lüneburger Heide zeigte sich wechselhaft. Von Sonne bis Regen war alles dabei.
Die Lüneburger Heide zeigte sich wechselhaft. Von Sonne bis Regen war alles dabei.

Das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide ist in Mitteleuropa einmalig und ein besonderer Anziehungspunkt. Besonders zur Heideblüte im August und September zieht die große Heidefläche viele Besucher an. Anfang Oktober war die Blüte zwar schon verblichen, doch auch die herbstlich braune Heide hat ihre schönen Seiten. 

Die Tagestour ging von Undeloh über den Wilseder Berg zum Heidedorf Wilsede, von dort ein Stück auf dem Pastor Bode-Weg und schließlich im großen Bogen durch das Radenbach-Tal zurück nach Undeloh.

mal wieder mit auf Tour: meine Frau Britta
mal wieder mit auf Tour: meine Frau Britta

Trotz des freien Tages (Tag der deutschen Einheit) waren in der Heide wenige Menschen unterwegs. Es mag an den Wetteraussichten gelegen haben, für diesen Herbsttag waren ergiebige Schauer vorher gesagt. Doch das Wetter war so abwechslungsreich wie die Tour. Warme Sonnenstrahlen tanzten auf dicken Regentropfen, es war Aprilwetter im Oktober. Das hat auch seine schönen Seiten und den Höhepunkt bildeten zwei schillernde Regenbogen, die am dunklen Himmel über der Heide um die Wette leuchteten. Es war eine herrliche Wanderung bei glasklarer Luft.

Höhepunkte

Wilseder Berg

Der Wilseder Berg liegt mittendrin, mit 169 Metern ist er die höchste Erhebung der Heide. Von Undeloh sind es nur ein paar Kilometer durch Wald und Heide, bis der "Berg" sich sanft vor einem erhebt. Steht man oben auf, ist dem Wanderer eine herrliche 360° Sicht gewiss. Bei gutem Wetter kann man bis nach Hamburg schauen. Der "Aufstieg" lohnt immer, auch wenn der "Berg" mit Schaulustigen an manch schönem Tag fast überfüllt ist.

Wilsede

Unweit des Wilseder Berges liegt das kleine Heidedorf Wilsede, das sich seinen ursprünglichen Charme bewahren konnte. Es wohnen nur sechsundvierzig Menschen hier, aber täglich wird der Fleck von vielen Touristen entweder zu Fuß, mit dem Rad oder mit der Pferdekutsche besucht. Mit dem Auto kommt man nicht hierher. Es gibt ein Museum, ein Geschäft, einen Bauernhof und einen Gasthof.

Pastor Bode Weg

Hinter Wilsede beginnt der schöner Heidepfad, der dem berühmten Heidepastor gewidmet ist. Wilhelm Bode hat sich von 1881 bis 1923 als Heidepastor, Genossenschaftsgründer und Naturschützer sehr für den Erhalt der Heide eingesetzt hat. Zuerst kaufte er den für Ackerbau ungeeigneten Totengrund, später den Wilseder Berg, um ihn vor der Aufforstung zu bewahren und und legte so den Grundstock für den heutigen Naturschutzpark.

Der Pastor Bode-Weg verläuft auf einer Länge von 44 km von Wilsede nach Lüneburg. Von Wilsede aus sind wir für ein paar Kilometer auf ihm gewandert und erlebte Heidelandschaft pur und wunderschöne Blicke über weite Heide, bis wir ins Radenbach-Tal abbiegen mussten, um nach Undeloh zurück zu kehren. 

Der Pastor Bode Weg ist eine eigene zweitägige Tour wert.



Wandern auf dem E1:

in bisher 106 Tagen 2.515 km

durch vier europäische Länder.

Drymat



mein Kanal: Michael-wandert
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