Rund Hamburg, Tour #7: Harburger Berge

Auf dieser Tour geht es hoch hinaus in die Harburger Berge
Auf dieser Tour geht es hoch hinaus in die Harburger Berge

Von den Landungsbrücken mit einer HVV-Fähre auf der Elbe am Hamburger Hafen entlang nach Finkenwerder auf die südliche Seite Hamburgs. Das alte Land wartet mit endlosen Apfelbaumreihen auf. Hinter Hausbruch erklimme ich den immerhin 60m hohen Opferberg, die Fischbeker Heide schließt sich an, dann geht es ostwärts Richtung Harburger Berge. Dort "erklimme" ich auf den Schwarzen Bergen den höchsten Punkt meiner Wanderung. Schließlich erreiche ich Harburg und mache eine lange Rast  am Außenmühlenteich im Harburger Stadtpark.

Damit geht meine Wanderung Rund um Hamburg zu Ende.

Der Wandersommer 2017 zeigt sich weiterhin regnerisch, auch für heute sind Schauer vorhergesagt. Während der Wanderung ist es zwar bewölkt, aber es bleibt trocken. Bestes Wanderwetter also.

Erst zum Ende der Wanderung beginnt es zu tröpfeln und der Abend bringt die angesagten Wolkenbrüche. Glück gehabt.

Landschaftliche Highlights am Wegesrand

Hafenrundfahrt mit einer HVV-Fähre
Hafenrundfahrt mit einer HVV-Fähre

Man kauft sich einfach ein HVV-Ticket für 3,20€ (Stand 2017) und tuckert auf einer HVV-Fähre von den Landungsbrücken aus die Elbe stromabwärts. Nach 40 Minuten steigt man in Finkenwerder auf der anderen Elbseite aus. Hier beginnt die heutige Tour.

Eine Weile geht es den Köhlfleet und den Finkenwerder Vorhafen entlang. Hafen von hinten. Die Landstrasse "An der alten Süderelbe" muss man einfach hinter sich bringen, es geht nicht anders. Aber dann ist man im alten Land. Hier reiht sich in unendlichen Reihen Apfelbaum an Apfelbaum, deren rote Äpfel sich mir entgegen recken. Doch hinter Stacheldrahtzaun bleiben sie unerreichbar. Bald werden die Äpfel auf den Märkten Hamburgs zum Kauf angeboten werden.

Pause am Flutdenkmal am Hohenwischer Brack
Pause am Flutdenkmal am Hohenwischer Brack

An der Flutbrack 1962 mache ich eine erste Kaffeepause, probiere meine Bushbox mit Esbit-Würfel aus. Das klappt nicht wie erhofft, denn ein Würfel bringt 0,2l Wasser mal eben so zum Köcheln. Doch es reicht für einen Nescafé. Während ich den Kaffee genieße, lese ich auf einer Infotafel über die Flutkatastrophe von 1962. Die Landschaft wurde an dieser Stelle durch das viele Wasser völlig verändert. Eine Stahlskulptur soll an die Naturgewalten erinnern.

Auf der Francoper Strasse geht es weiter durchs Alte Land, bis der Weg in eine Schrebergartensiedlung abbiegt. Es folgt die Siedlung Neuwiedenthal, wo es in dem etwas herunter gekommen Einkaufscenter den zweiten Kaffee gibt.

weiter Blick auf die Fischbeker Heide
weiter Blick auf die Fischbeker Heide

Hinter dem S-Bahn Tunnel wird die breite Cuxhavener Strasse überquert. Nun geht es sechsig Meter den Opferberg hinauf, hinein in eine andere Welt.

Die Fischbeker Heide, eine große Heide- und Waldlandschaft vor den Toren Hamburgs, liegt vor mir. Es folgt ein schöner und hügeliger Weg auf und ab durch die Heide, die gerade zu blühen beginnt. Im August wird es hier rot glühen.

der 6m hohe Bär bewacht die Harburger Berge
der 6m hohe Bär bewacht die Harburger Berge

Nun könnte man lange gerade aus durch Wald und Heide laufen, doch mein Weg führt ostwärts, denn ich möchte ja - wenigstens ungefähr - dem Hamburger Ring2 folgen. So geht es um den Ort Altwiedenthal herum, bis eine Rudolf Steiner Schule mit der typischer Steiner-Architektur das Ende der Fischbeker Heide signalisert.

Auf der anderen Seite des Ehestorfer Heuwegs bewacht ein mächtiger, 6m hoher Bär am Steakrestaurant Grando Sukredo den Eingang zu den Harburger Bergen.

Schwarze Berge in den Harburger Bergen
Schwarze Berge in den Harburger Bergen

Namen wie Schwarze Berge oder Kaiserstuhl klingen nach gewalten Erhebungen, sie aber nur Hügel mit nicht einmal einhundert Höhenmetern.

 

Ein Tunnel unter der Autobahn zeigt das Ende der Harburger Berge an und den Beginn von Harburg. Am Göhlbach wird es noch einmal grün, kurz darauf bin ich im Harburger Stadtpark. Leere Bierflaschen in kleinen Teichen zeigen an, wie es um den Stadtteil steht. Trotzdem ist der Park nicht nur groß, sondern auch recht schön.

der Außenmühlenteich im Harburger Stadtpark
der Außenmühlenteich im Harburger Stadtpark

Am Außenmühlenteich suche ich mir eine Bank zum Ausruhen. Es gibt noch einen Kaffee, dieses Mal erhitze ich das Wasser mit dem Gaskocher, den ich ebenfalls mitgenommen habe. Es geht damit effizienter als mit der Bushbox.

Auf der anderen Seite entdecke ich am Ufer kleine Blockhäuser. Sie sind Teil des Bäderland MidSommerland, einer schwedisch anmutenden Saunaanlage, in der ich manchen kalten Winterabend verbrachte.

Zum S-Bahnhof Harburg ist es nicht weit. Zuvor bietet das Phoenix-Center ein paar Schaufenstern, dann geht es mit der S-Bahn zurück zum Hamburger Hauptbahnhof.

Damit endet meine Wanderreise rund um Hamburg auf dem Grünen Ring 2. Überwiegend ging es durch Grünflächen und es hat sich gezeigt, dass Hamburg davon viele hat. Hamburg ist eine grüne Stadt.