Rund Hamburg, Tour #6: Ohlsdorf

Auf dieser Tour geht es zum größten Parkfriedhof der Welt, dem Friedhof Olsdorf
Auf dieser Tour geht es zum größten Parkfriedhof der Welt, dem Friedhof Olsdorf

Heute geht es in Wandsbek los.

Es geht durch den Eichtalpark an der Wandse entlang, durch die ehemalige Trabrennbahn, ein Stück an der Osterbek, durch Kleingärten in Steilshoop, den Seebekgrünzug bis zum Bramfelder See und durch den riesigen Friedhof Ohlsdorf. Den Abschluss bildet der Alsterwanderweg.

Die Tour endet in Alsterdorf.

Für diesen Tag war Regen vorhergesagt. Und tatsächlich hat es fast die ganze Zeit geschauert.

Alle meine Bilder sind in der Dropbox.

Landschaftliche Highlights am Wegesrand

im Eichtalpark liegt der botanische Sondergarten mit herrlichen Blütenpflanzen
im Eichtalpark liegt der botanische Sondergarten mit herrlichen Blütenpflanzen

Eichtalpark

der westliche Teil des Eichttalparks beginnt nahe des S-Bahnhofs Wandsbek und des Wandbeker Marktes. Er folgt der Wandse bis zum Ostender Teich. Auf halber Strecke liegt der botanische Schulgarten, in dem es im Juli üppig blüht und viele Bänke und Stühle zum Verweilen einladen.

Vom Eichtalpark gelangt man durch den alten Friedhof Hinschenfelde schnell zur

im Oval der Trabrennbahn Farmsen
im Oval der Trabrennbahn Farmsen

Trabrennbahn Hamburg-Farmsen,

in der 2011 das erste Pferderennen stattfand. Sie wurde zu einer in Deutschland bedeutenden Trabrennbahn. Im zweiten Weltkrieg wurde die Anlage zerstört, bald nach Kriegsende fanden wieder Trabrennen statt. Das Interesse am Pferderennsport ließ jedoch stetig nach, so dass die Anlage 1976 geschlossen wurde und verfiel. 1996 wurde eine Wohnanlage daraus, die Bebauung fand im Oval der Rennbahn statt.

Als ich durch die Anlage ging, konnte ich nur ahnen, dass hier früher eine bedeutende Rennbahn existierte.

Durch den Seebekgrünzug kommt man zum Bramfelder See. Ein Reiher fühlt sich hier wohl (kannst du ihn entdecken?)
Durch den Seebekgrünzug kommt man zum Bramfelder See. Ein Reiher fühlt sich hier wohl (kannst du ihn entdecken?)
Blick auf den Bramfelder See
Blick auf den Bramfelder See

Bramfelder See

Zwei Teiche wurden durch Ausbaggerung zum Bramfelder See verbunden und bilden ein wichtiges Naherholungsbebiet für die Steilshooper.

An diesem Samstag im Regen bin ich hier alleine unterwegs.

Auf der anderen Seite des Bramfelder Sees ist einer der neun Zugänge zum riesigen

Ohlsdorfer Friedhof

Er ist mit 400 Hektar der größte Parkfriedhof der Welt. Angelegt wurde er 1877, damals noch weit draußen vor den Toren der Stadt, um die bis dahin üblichen innerstädtischen Beisetzungen zu ersetzten.

Der Friedhof wurde von W. Cordes entworfen und umgesetzt. Cordes war Friedhofsarchitekt und wurde bald der erste Friedhofsdirektor. Er ließ verschlungene Wege, Hügel und Gewässer anlegen und zahlreiche Bauten errichten. Eine Parklandschaft entstand. Nach seinem Tod veränderte der zweite Direktor Otto Linne das Bild. Er begeisterte sich für klare Linienführungen, sachliche und geometrische Anlagen. So entstand der Linneteil, der sich stark vom im westlichen Teil gelegenen Cordesteil unterscheidet.

Ich war schon oft im Ohlsdorfer Friedhof unterwegs und entdecke jedes Mal etwas Neues. So bin ich auch dieses Mal lange hier. Dieses Mal entdecke ich den Rosengarten, ein Grabmal-Freilichtmuseum und das Grab des Sprayers Oz.

Schließlich verlasse ich den Park durch seinen westlichen Ausgang und brauche nun dringend eine Pause und Stärkung.

Jenseits der Fuhlsbütteler Straße finde ich, was ich suche:

im Café Schwesterherz lege ich eine ausgedehnte Kaffeepause ein. Es gibt dort jede Menge frisch gebackener Torten und Kuchen. Oberlecker!

Nach der Stärkung geht es noch ein Stück die Alster entlang, auf dem Alsterwanderweg Richtung Stadt. An der Hindenburgstrasse ist die Tour für mich zu Ende.

Tour#5 schließt hier an, ich ging sie allerdings in umgekehrter Richtung.

Mit einem Stadtrad am U-Bahnhof Alsterdorf geht es nach Hause.

 

Obwohl es viel geregnet hat, ist auch diese Tour schön gewesen.