Hüttener Berge

Schleswig Holstein. Von Owschlag in die Hüttener Berge und zurück.

18./19.3.17, 26km

Eine Zweitagestour mit Übernachtung in der Globetrotter Lodge in Ascheffel am Aschberg.

Die Hüttener Berge sind eine wald- und seenreiche Hügellandschaft in Schleswig Holstein westlich von Eckernförde. Die höchste Erhebung ist knapp über 100m üNN.

Tourbeschreibung

1. Tag
Vom Hamburger Hauptbahnhof geht es mit dem Zug nach Owschlag in Schleswig Holstein. Mit der Regionalbahn ist man in eineinhalb Stunden vor Ort und schon beginnt die Wanderung in die Hüttener Berge. 
Ich bin noch gar nicht weit gekommen, da bietet sich eine Schutzhütte am Owschlager See direkt an der Badestelle für eine Pause an. Im Windschatten der Hütte koche ich mir auf dem mitgeführten Gaskocher einen Nescafé. Das Heißgetränk tut gut, denn der Wind hat mich auf dem kurzen Stück schon mächtig ausgekühlt.

Dann geht es weiter. Jenseits der Autobahnunterführung bleiben die Wiesen zurück. Im Wald geht es weiter, hier weht kein Wind und gleich scheint es wärmer zu sein. Bald geht es am Bistensee entlang, direkt am Ufer mache ich ein Picknick, das gibt die nötige Stärkung für das letzte Stück, denn nun geht es den Silberberg hinauf. Der Wald ist noch winterlich braun, doch die Vögel zwitschern eifrig den Frühling herbei. An einem Baum entdecke ich ein weißes Kreuz. Ist das etwa eine Markierung des E1? Ja, tatsächlich! Er kommt von Schleswig her und führt direkt durch die Hüttener Berge. So laufe ich wieder mal ein Stück des E1, dass ich vor drei Jahren auf meinem Weg von Hamburg nach Flensburg verschlabbert hatte. War gar nicht geplant!

Übernachtung in der Globetrotter Lodge

Das heutige Ziel ist eine Lodge ganz oben auf dem Aschberg. Sie gehört der Globetrotter Gruppe, ist rustikal und modern eingerichtet. Deckenhohe Panoramafenster im Restaurant und den Zimmern vermitteln ein Gefühl von Weite. Der zur Lodge gehörende Aussichtsturm bietet von der Aussichtsplattform - nur etwas für Schwindelfreie - eine grandioser Sicht bis zur Eckernförder Buch. Etwas abseits der Lodge steht eine große Statue von Bismarck.

Jetzt im März ist es noch nicht viel los hier.

Im Restaurant ist abends viel Platz, die Karte bietet kleine und größere Gerichte. Hier klingt mein Abend gemütlich aus.

2. Tag

Am nächsten Morgen ist bitterkalt und es regnet in Strömen. 
Nach dem reichhaltigen und gesunden Frühstücksbuffet verspüre ich keine rechte Lust, raus in den Regen zu müssen. Aber kaum bin ich draußen, vergesse ich das. Die Hauptsache ist doch, dass die Kleidung stimmt! Und die stimmt, ich bleibe trocken und warm. Mein erstes Ziel ist heute der Brekendorfer Forst, dort soll es am Rammsee ein kleines Ruderboot geben, das man für einen kleinen Obulus für eine Ruderpartie nehmen könnte. Ich finde es auch, doch es noch liegt umgedreht am Ufer, ist ja auch logisch bei 3°C.
Weiter geht es durch den Wald, der Weg führt sanft bergab. Ich folge immer noch dem E1, erst bei Brekendorf verlässt er mich, denn ich biege jetzt in Richtung Owschlag ab, während er weiter nach Schleswig führt. Hinter der Autobahnbrücke endet der Wald, der Wind kommt mit voller Wucht von der Seite und peitscht mir den Regen an die Hosenbeine. Es wird ungemütlich und kalt, die letzten Kilometer sind anstrengend und der Weg nicht mehr schön, denn ich muss an einer Umgehungsstraße entlang. Als ich den Bahnhof Owschlag wieder erreiche, ist mir bitterkalt. Ich habe Glück, der Zug kommt zehn Minuten später, ich rette mich aus dem Regenwetter ins warmen Abteil und taue schnell wieder auf. Schon bald ist alles wieder trocken.

Wieder zu Hause, denke ich bei einem heißen Tee zurück an die Tour und bin froh, trotz Sturm, Regen und Kälte in der Natur gewesen zu sein.


Wandern auf dem E1:

in bisher 106 Tagen 2.515 km

durch vier europäische Länder.

Drymat



mein Kanal: Michael-wandert
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