Rund Hamburg, Tour #3: Wilhelmsburg

Tour 3: Wilhelmsburg
Tour 3: Wilhelmsburg
Heute ging es durch Wilhelmsburg.
Höhepunkte der Tour waren:

Um den Inselpark zu erkunden, verzichten wir auf das Stück des grünen Gürtels zwischen Norder- und Süderelbe.

Das machen wir auf der nächsten Tour.


Die Tour

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Ballinpark

2007 wurde auf dem Gelände der historischen Auswandererstadt die Ballinstadt und der Ballinpark eröffnet. Beides sind Rekonstruktionen der ursprünglichen Bausubstanz. Mittelpunkt des Areals ist eine große Wiese, davor drei neu errichtete Museumshallen, die originalgetreu rekonstruiert die ehemaligen Wohn- und Schlafpavillons der Aussiedler, die auf ihre Verschiffung warteten, veranschaulichen. Der PallinPark stellt eine wichtige Station auf der Grünachse zwischen der Hamburger Innenstadt und Harburg dar und gibt der Veddel, die durch mehrere Verkehrsadern beengt wird, neuen Raum.

Was wir erlebten:

Viel gab es nicht zu sehen.

Am Spannendsten waren zwei Twizzy, die an der elektrischen Zapfsäule gegenüber des Ballinparks standen und Strom tankten. Eine 4-köpfige Familie war mit diesen kleinen Fahrzeugen unterwegs im Urlaub durch Norddeutschland. Da ich mich für Elektroautos interessiere, sprach ich sie an und fragte sie aus. Leicht haben sie es nicht, elektrisch durch Deutschland zu kommen...

Horizontweg

Jahrzehntelang lagerte die Stadt Hamburg hier ihren Müll.
Zunächst Kriegstrümmer, dann Haushaltsmüll, später giftige Lacke und Farben.
1979 wurde der Deponiebetrieb eingestellt, doch hochgiftiges Dioxine vergifteten das kostbare Grundwasser und zwangen zum Handeln. So wurde aufwändig verdichtet, überdeckelt, geschützt.

Auf dem hohen Müllberg wurden erste Windkraftanlagen installiert, die 2011 durch größere Anlagen ersetzt wurden. Photovoltaikanlagen kamen hinzu und auch die Wärem aus den Zersetzungsprozessen im Innern des Müllberges liefern heute ihren Energiebeitrag. Das immer noch austretende Methan wird vollständig aufgefangen und an die Industrie geliefert.

Auf dem Berg ist ein aufgeständerter Rundweg installiert, der einen weiten Blick in die Stadt ermöglicht. Vor allem deshalb lohnt sich der Weg dorthin.

Was wir erlebten:

Um auf den Müllberg - Verzeihung - Energieberg zu gelangen, mussten wir einen kleinen Umweg machen, denn es führt nur ein Weg hinauf. Doch der lohnt sich. Im Infohäuschen wird die Historie aufgezeigt und ein Modell des Energieberges gezeigt.

Der Rundgang auf dem Berg gewährt spektakuläre Sichten auf Hamburg und die Harburger Berge. Von hier aus kann man die riesigen Dimensionen der Hafenstadt erahnen. Die zwei Windkrafträder surrten beständig im Wind und eine der zahlreichen Bänke luden zu einem  Mittagsschläfchen ein,

Windmühle Johanna

Der Standort der Mühle hat eine lange Geschichte. Vier Mühlen wurden hier gebaut und alle ereilte dasselbe Schicksal: sie brannten ab. Der letzten Mühle blieb dieses Schicksal erspart. Sie wurde 1875 als fünfte Mühle erbaut und war bis 1961 in Betrieb, wenn auch unter Elektroantrieb. Da sich kein Nachfolger fand, verkaufte der Müller seine Mühle an die Stadt Hamburg, unter deren Betrieb die Mühle allmählich verwahrloste. 1997 erwarb der Wilhelmsburger Mühlenverein die alte Mühle, um sie zu restaurierten und ein Mühlenmuseum einzurichten. Heute gibt es ein Mühlencafé und etliche Aktivitäten rund um die Mühle. Dort wird heute auch gerne geheiratet.

Was wir erlebten:

In der Mühle ist ein Kaffee untergebracht. Es wird ehrenamtlich geführt, die Erlöse gehen in den Erhalt der Mühle. Es hat nur am ersten Sonntag im Monat auf. Wir hatten also Glück. Das Schmalzbrot ist sehr zu empfehlen. Ich genehmigte mir gleich zwei Scheiben. Der Kuchen ist hausgemacht.

Die Mühlenflügel drehen sich noch, doch das Innenleben (die Mahlsteine) gibt es nicht mehr. Die Mühle kann kostenlos besichtigt werden. Eine kleine Spende ist jedoch sehr willkommen.

Inselpark

Nach dem Ende der Bundesgartenschau 2013 wurde der Inselpark an die Bevölkerung zur kostenlosen Begehung übergeben. So ist in Wilhelmsburg eine weitere Freifläche entstanden, die das Wohnen und Leben in diesem problematischen Stadtteil attraktiver machen soll.

Was wir erlebten:

Vom Energieberg sind es zwei Kilometer bis zum Inselpark. Das ehemalige BuGa-Gelände hatte ich mir bunter vorgestellt. Statt Blumen herrscht grüner Rasen vor. Das ist wahrscheinlich günstiger in der Pflege. Beeindruckend war die Nordwandhalle, in der geklettert und geboldert werden kann. Imposant ist die Höhe der Halle. Schön war auch der Klettergarten und der Spielplatz mit ungewöhnlichem Spielgerät. Wir hatten dort unseren Spaß.

Mit der U-Bahn ging es von der Station Wilhelmsburg zurück in die City.



Wandern auf dem E1:

in bisher 106 Tagen 2.515 km

durch vier europäische Länder.

Drymat



mein Kanal: Michael-wandert
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